Herzlich willkommen in der Gemeinde Arzberg!
Eine intensive, fast 500 Jahre andauernde Bergbautätigkeit hat im Raume Arzberg-Haufenreith bedeutende Spuren hinterlassen. Die hier vorhandenen Lagerstätten wurden bereits im ausgehenden Mittelalter entdeckt und in Abbau genommen. Die Tätigkeit der zahlreichen zugezogenen Gewerken fand in der im Jahre 1424 entstandenen Rechberger Bergordnung eine rechtliche Regelung. Der allgemeine Niedergang des Erzbergbaues in den Alpenländern ab der Mitte des 16. Jhd. brachte auch eine Einschränkung der Gewinnung im Raum Arzberg-Haufenreith mit sich. In den Matriken der Pfarre Fladnitz an der Teichalm, wohin Arzberg eingepfarrt war, scheint immer wieder die Berufsbezeichnung "Artzknapp" - Erzknappe auf.
Im Jahr 1708 lebte die Bergbautätigkeit wieder auf. In rascher Folge scheinen David Prevenhuber aus Eisenerz, Andreas Rosenberger aus Graz und schließlich die Gewerken Erco aus Meiselding in Kärnten als Bergbautreibende auf. Die Gewerken Anton Weidlinger und Ignaz von Reichenberg führten schließlich den Bergbau in der zweiten Hälfte des 18. Jhd. zu neuer Blüte, die jedoch im letzten Jahrzehnt des 18. Jhd. ein Ende fand.
Das 19. Jhd. war durch zahlreiche, jedoch vergebliche Versuche gekennzeichnet, den Bergbau wieder zu beleben. Um die Wende zum 20. Jahrhundert gelang es schließlich den Schürfern Charles Wesel aus Graz und Max Asiel aus Wien, die Lagerstätten neu aufzuschließen. In den Jahren 1902 und 1903 kam es zur Verleihung von Grubenfeldern in Arzberg, Haufenreith, Burgstall, und Kaltenberg.
Der Bergbau Haufenreith gelangte im Jahr 1903 an die im gleichen Jahr in Lausanne gegründete Aktiengesellschaft "Societé des Zincs et Plombs Argentifers de Styrie", die in Folge eine Aufbereitungsanlage errichtete. Im Jahr 1909 scheint eine weitere Aktiengesellschaft, die "Societé des Mines d' Haufenreith", mit dem Sitz in Paris, als Eigentümer auf. Die Lagerstätte wurde weiter aufgeschlossen. Die Bergbaue in Arzberg, Burgstall und Kaltenberg wurden von Ihren ursprünglichen Eigentümern eher lustlos weiter betrieben.
Der kriegsbedingte Bedarf an Blei und Zink führte dazu, daß die Bergbaue im Raum Arzberg-Haufenreith im Jahr 1915 unter militärische Verwaltung gestellt und gemeinsam betrieben wurden. In der Folge geriet der Betrieb in wirtschaftliche Schwierigkeiten, die zur Bestellung eines Zwangsverwalters führten. Im Jahr 1918 kaufte die Montana Bergbau Industrie Ges.m.b.H die Bergbaue. Im Jahr 1924 scheint die Haufenreither Blei- und Zinkerz Bergbau AG in Wien als Eigentümer auf. Noch einmal wurde versucht, den Bergbau wieder zu beleben; es wurden neue Aufschlüsse getätigt und die bestehende Aufbereitung verbessert, jedoch ohne durchschlagenden Erfolg. Im Jahr 1927 wurde die Bergbautätigkeit endgültig eingestellt, im Jahr 1935 erfolgte die Heimsagung der Grubenmaße.
Im Jahr 1973 wurden von der Bleiberger Bergwerks Union AG neuerlich Untersuchungen durchgeführt, in deren Verlauf im Jahr 1975 verschiedene Grubenbaue gewältigt wurden. Schließlich teufte man im Bereich des Schönberges sieben Schurfbohrungen ab.
In den ersten drei Jahrhunderten des Bestandes des Bergbaues wurden lediglich silberhältige Bleierze gewonnen und in bisher zwei bekannten Hütten- nächst Schloß Stubegg und beim Eingang der Raabklamm verschmolzen. Die gewonnenen Produkte waren Silber und Bleiglätte. Die anfallenden Erze und Erzkonzentrate wurden an Hüttenwerke in Littai in Krain bzw. Cilli in der damaligen Untersteiermark verkauft.
Text: www.arzberg.at
Freizeittipps Arzberg
Kontakt Arzberg
Fladnitz 100, AT-8163 Fladnitz a.d.Teichalm
- Telefon:
- +43/(0)3179-23000-24
- FAX:
- +43/(0)3179-23000-20
- E-Mail:
- fladnitz@almenland.at
- Homepage:
- http://www.arzberg.at
Anfrage und Prospektbestellung > Unterkünfte >
Letzte Kommentare
Keine Kommentare
