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Die Burg PürnsteinSeit dem ausgehenden 10. Jahrhundert ragt die Burg Pürnstein über dem Tal auf. Die Birchenstainer gaben sowohl ihr, als auch der Siedlung den Namen. Sie waren aber nur eines von vielen Geschlechtern, die über die Jahrhunderte als Herren auf der Burg saßen. Die Burg Pürnstein gilt als die größte, schönste und am besten erhaltene Burg- und Wehranlage Oberösterreichs aus dem späten Mittelalter: die letzte Burg – das erste Schloss. Seit dem Jahre 1010 urkundlich bekannt und seit dem 13. Jahrhundert zum Fürstentum des Hochstiftes Passau gehörend, wurde die „Obere“ oder „Neue Burg“ im 15. Jahrhundert neben den heute noch sichtbaren Resten einer „Unteren“, älteren Burg neu erbaut. Die einheitliche Anlage besteht aus dem Palais, umgeben von einer Ring-Wehrmauer mit fünf wehrhaften Türmen und einem offenen Wehrgraben. Um den inneren Burghof des Palais sind die einzelnen Trakte mit Kellern, Küche, Kapelle, Rittersaal und Wohnräumen angeordnet. Wenn auch ein Brand im Jahre 1866 alle hölzernen Bauteile zerstörte, so kann man doch heute noch über eine eingewölbte Steintreppe hinauf bis unter das moderne Schutzdach gelangen. In den Anbauten des 17. und 18. Jahrhunderts befinden sich die Räume, die zum Teil heute noch bewohnbar sind. Rang und Wert dieses Kulturdenkmals verpflichten die Besitzer, mit Hilfe von Bund und Land diese Kostbarkeit vor dem Verfall zu bewahren.
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