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Karte
Kometor
Der Kometor im Schlosspark Peuerbach ist eine 20 Meter hohe begehbare Skulptur, die mit Klängen, Filmprojektionen, riesen Spiegelflächen und dem durch die besondere Form des Kunstwerkes bedingtem unvergleichlichen Raumerlebnis den Besucher in den Kunst-Kosmos von Manfred und Billa Hebenstreit katapultiert.
Der berühmte Sohn der Stadt, Georg Aunpekh von Peuerbach, inspirierte das in Peuerbach lebende Künstlerpaar Manfred und Billa Hebenstreit zu einem Kunstprojekt der besonderen Art: dem Hebenstreit-Himmelskörper-Projekt mit dem Namen KOMETOR.
Der Name KOMETOR ist zusammengesetzt aus den Worten Komet und Tor, auch das Wappen der Stadt Peuerbach zeigt ein weit geöffnetes Tor mit Blick in den Himmel. Die Stadt selbst ist unter dem Namen „Stadt der Sterne“ bekannt. So ergab sich für die Künstler ein idealer Bezugsrahmen zu diesem Ort und zum Werk des Georg von Peuerbach.
Der KOMETOR ist ein Fünfeck-Körper, auch Dodekaeder genannt. In der Antike galt diese Form als Verkörperung des Weltalls und mit der Wiederentdeckung des antiken Wissens in der Renaissance griffen auch Künstler wie Leonardo Da Vinci oder Albrecht Dürer Fünfeckformen auf – auch von Johannes Kepler ist bekannt, dass er fasziniert war von „platonischen Körpern“, denen bis heute besondere Eigenschaften zugeschrieben wurden.
In Oberösterreich, nicht weit von der berühmten Donauschlinge entfernt, liegt die Stadt Peuerbach, deren Wurzeln bis ins frühe Mittelalter zurück reichen. 1423 wurde dort der Astronom und Mathematiker Georg von Peuerbach geboren. Von diesem berühmten Sohn der Stadt Peuerbach ließ sich das Künstlerpaar Manfred und Billa Hebenstreit inspirieren, das seit 1995 in Peuerbach lebt. Drei Jahre lang feilte das Duo an der begehbaren Skulptur „KOMETOR“: am 30. April 2010 fand die feierliche Eröffnung statt. Der KOMETOR ist ein regionales künstlerisches Leitprojekt im Rahmen der Oö. Landesausstellung 2010.
EINTAUCHEN IN DIE WASSERWELT
Schon beim Betreten des KOMETOR ist das Rauschen des Wasserfalls zu hören, vorbei am „schwebenden Kristall“ geht es hinauf in die beiden Erlebnis-Ebenen. Geheimnisvoll schimmern die Blautöne der Wasserwelt, über die schrägen Wände fließen Filme mit Unterwasser-Motiven, alles ist in ständiger Bewegung. Das Rauschen des Wasserfalls mitten im Raum verdichtet die Atmosphäre zu einem unendlichen Panorama von durchscheinenden Bilder-Folgen. Jedes Detail in der Wasserwelt ist von den beiden Künstlern gestaltet: die Strukturen und Farben der Wände, die vier Meter hohe Glasfläche des Wasserfalls, die Deckenbespannung mit den Wassermotiven und das große dreieckige Leuchtbild.
Manfred Hebenstreit entführt die Besucher in die Welt unter Wasser. Unzählige Bilder brachte er von den Tauchgängen der letzten Jahre mit nach Hause, einzelne Motive davon wurden zu Glasleuchtbildern und dienten als Basis für die Wasserfilme. Die ursprüngliche Herkunft des Wassers von Vulkanen und Kometen faszinierte die beiden Künstler, auch die Urtl-Quellen in Peuerbach waren Impuls gebend für die Beschäftigung mit dem unerschöpflichen Thema Wasser.
ABHEBEN IM STERNENDOM
Wer den 8 Meter hohen Sternendom erleben will, muss sich ganz der Wirkung des Raumes ausliefern: Spiegel bedecken den gesamten Boden und einen Teil der Wände. Diese Gestaltung bewirkt, dass sich alles vervielfacht. Wenn die Sternenglasbilder aus dem Hebenstreit-Werk, verknüpft mit Fotos aus dem Weltall, zusammentreffen, dann bilden die Spiegel ein riesiges Kaleidoskop – und die Menschen erleben sich als Teil dieser kosmischen Bilderwelt und floaten in einen Weltenraum aus Sternen, Klängen, Licht und Farben.
Vor allem der Spiegelboden im Sternendom wird durch die Spuren der vielen Besucher eine gewisse Abnützung erfahren, die von Seiten der Künstler mitkalkuliert ist, denn so bekommt der Raum im Lauf der Zeit seine speziellen Signaturen. Die Spiegelflächen zeigen dann ein Stück „Vergangenheit“ neben den jeweiligen zeitaktuellen Spiegelbildern.
Scheinbar ungewohnte Seh-Erinnerungen an vertraut Neues
Das Auge des Künstlers sucht andere Blickwinkel. Nicht auf ein Fachgebiet spezialisiert, nicht streng wissenschaftlich fokussiert, sondern gefangen genommen von bestimmten Phänomenen, angezogen von scheinbaren Zufälligkeiten, Querverbindungen erspürend. Die Bilder und Filme für den Sternendom im KOMETOR stellen eine Verbindung zu fundamentalen kosmischen Themen her.
In den letzten Jahren haben Himmels-Teleskope aufregende Bilder von planetarischen Nebeln, Kometen, Galaxien und Stern-Formationen zur Erde geschickt. Und es zeigt sich, dass es in der fernsten Galaxie ebenso wie hier auf der Erde um Entwicklung, Tod und Verwandlung geht. Herrschen in der kleinsten Zelle und in den Weiten des Weltalls die gleichen Gesetze ?
Mit dem Sternendom verbunden sind auch mehrere maßgeschneiderte Kunstwerke.
Das Glasleuchtbild „Kosmischer Augenblick“ ist so in die Spiegelwelt integriert, dass man zweimal schauen muss, um sich „ein Bild machen“ zu können. Und das „Sternentor“, eine fünfeckige hinterleuchtete Wandbespannung mit einer Kantenlänge von 4,50 m ist schon beim Betreten des Raumes im Spiegel zu sehen, ebenso wie das fünfteilige Deckenobjekt aus ovalen Aluminiumplatten. Diese Formen spielen auf die elliptischen Bahnen der Himmelskörper an und zeigen sich aus allen Blickwinkeln vielfach in den Spiegeln.
Kommen auch Sie nach Peuerbach und schauen Sie sich dieses weinzigartige Himmelskörper-Projekt an! Der KOMETOR ist auch nach der Landesausstellung ein echter Anziehungspunkt in der Region Hausruck Nord.
Kometor Öffnungszeiten
Von 1. Mai bis 31. Okt. u. 1. Dez. bis 6. Jän. (Hl.-Drei-König) Fr., Sa., So., u. Feiertag von 10 bis 17 Uhr geöffnet. An andern Tagen Gruppen gegen Voranmeldung (07276-2255 oder 0650 6 77 66 44)
Schlosspark, Rathausplatz 1, 4722 Peuerbach, Österreich
Infos und Kontakt:
Schlossmuseum Peuerbach:
0043-7276-2255-22 • schlossmuseum@peuerbach.ooe.gv.at
Tourismusverband Peuerbach:
0043-650-6 77 66 44 • tourismusverband@peuerbach.ooe.gv.at
www.peuerbach.at
Kontaktinformationen
Weiterführende Informationen:
http://kometor.at
Anfragen an:
schlossmuseum@peuerbach.ooe.gv.at
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