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Pichl-Preunegg

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Pichl-Reiteralm

Urlaub Pichl-Preunegg

Herzlich willkommen in Pichl!

7. - 14. Jhdt.:

7. Jh. Gleiming ist slawischer Herkunft und bedeutet „Schlammbach“. Auch der Name Mandling erinnert an die Besiedelung der Slawen, die aus dem Osten bis weit in das obere Ennstal vordrangen.

8./9. Jh. Durch bairische Landnahme und die reichen Schenkungen des bairisch-fränkischen Adels an die Kirche erhielt das Salzburger Erzbistum mächtigen Einfluss.

Um 1106 Wolftigril widmete sein Gut samt Zehent zu Weitgaß und Ursprung dem Stift St. Peter in Salzburg. Als Zeuge wurde Eberhart von Pichl (Puhel) genannt.

1117 Auf einem Hang, am linken Ennsufer gegenüber der Einmündung des Preuneggtales gelegen, wurde in einer Schenkungsurkunde das Gut „Puhel“ (Pichlmayrhof) erwähnt. Der mächtige Gutshof diente ab dieser Zeit für Jahrhunderte dem Stift St. Peter in Salzburg als Amthof für dessen ländliche Besitzungen im oberen Ennstal.

1130 wurde bereits von einer „Taferne“ in Mandling berichtet. Ort und Bach wurde „Mannlicha“-Sattelbach genannt.

1150 Gleiming wurde urkundlich mit „Gleibenich“ bezeichnet.

13. Jhd. Die erzbischöfliche salzburgische Ministerialenfamilie Pichler gelangte zu bedeutenden Besitzungen.

1245 Ein Diplom vom 3. Jänner besagte den Verzicht des Stiftes, auf seine vor sechs Jahrzehnten erworbenen Rechte auf einen Besitz zu „Gleibenich“, Gleiming, gegen Abfertigung von zehn Pfund Salzburger Münzen. Diese Urkunde befindet sich im Kloster Admont.

1258 wurde die heutige Pfarrkirche St. Jakob urkundlich als Neukirchen im Ennstal genannt. Damals hieß es: „Neukirchen bey den zwelff potten“ (Neukirchen bei den zwölf Aposteln). Das Patrozinium des hl. Jakobus des Älteren erhielt die Kirche später.

1282 begann die Herrschaft der Habsburger in der Steiermark.

1287 Auf Befehl Herzog Albrecht I. wurde eine hölzerne Wehranlage unmittelbar an der Grenze zwischen Salzburg und Steiermark, am Mandlingpass, die sogenannte Ennsklause gebaut.

1289 Am Höhepunkt der Grenzstreitigkeiten zwischen dem Erzstift und dem Land Steiermark war der Mandlingpass heiß umkämpft; dabei wurde die mächtige Holzburg zerstört.

1295 Mit einer Steinmauer und den Resten der Ennsburg wurde nun von Seiten des Salzburger Erzbischof´s Konrad IV. eine Talsperre errichtet.

1297 Die Mandling-Grenze wurde zwischen den geistlichen Herren aus Salzburg und dem weltlichen Herren der Steiermark nun endgültig anerkannt.

1337 Der Abt von Admont erwarb urkundlich die „Aigenwiese in Gleibnich ob Slaednich“ – in Gleiming.
1498 wurde bereits der Name Gleiming in seiner heutigen Schreibweise verwendet


15.-19. Jhdt.:

15 Jh. Der Pichlhof, ein einfacher Vierkanter, wurde zu einem Schloss umgebaut.

1525 Die salzburgische Bauernschaft sammelte sich am Mandlingpass um den Schladminger Bergknappen, die vom steirischen Landeshauptmann eingekesselt waren, zu Hilfe zu eilen. Die aufgebrachten Bauern siegten in Mandling über die kaiserlichen Truppen.

1544 Die Pfarrkirche am Pichlmayrhof, das ehemalige Herrschaftszentrum des Klosters St. Peter in Salzburg, war bereits viel zu klein; bis zu 60 Personen fanden Platz. Bei größeren Kirchenfesten wurde am Friedhof gepredigt. Vermutlich wurde nach diesem Bericht ein Erweiterungsbau durchgeführt.

1549 wurde urkundlich der Stoaner-Hof am Aberg erwähnt.

1633 Nach Berichten von Matthäus Vischer – er schuf das Kartenwerk „Burgen und Schlösser im Erzherzogtum Österreich ob der Enns“ – wurde die Talsperre wieder in Stand gesetzt.

1661 Ein Hochwasser verwüstete den Grenzort Mandling so sehr, dass es durch eine geringfügige Verlegung auf salzburgisches Gebiet zu neuerlichen Streitigkeiten kam.

1677 Eine Grenzkommission errichtete den sehenswerten Grenzstein beim Gasthaus Gebetsroither (Taverne) in Mandling. Noch bis zu Anfang des 19. Jh. war an diesem Grenzort die alte Mautstelle vorhanden.

1732 Ein Andreas Steiner zog vom Innerfelsgut in Radstadt als Amtmann der Erzabtei St. Peter in das Pichlmayrgut.

1754 Der Hauser Pfarrer schlug die Gründung eines eigenen Vikariates in seiner Filiale St. Jakob in Pichl vor. Diesen Wunsch konnte er aber wegen Geldmangels, die Pfarrkirche Haus war Jahre zuvor völlig abgebrannt, nicht verwirklichen.

1758 wurde über einen Braunkohlenabbau berichtet, der noch im Jahr 1885 produktiv war.

1762 Mit der Gründung eines Viktariates Pichl schuf Andreas Hueber aus Kitzbühel kurz darauf einen neuen Kirchenbau. Das Patronat übte der steirische Religionsfonds aus. Die Pfarrgrenzen wurden verändert. 19 Katholiken und 49 Protestanten von Mandling, die zur Pfarre Altenmarkt gehörten, wurden nach Pichl eingepfarrt. Die Ortschaften Unter-Rohrmoos, Preunegg, Gleiming, Pichl, Vorberg, Halserberg, Mandling und Klaus bildeten die Pfarrgemeinde für das neue Vikariat.

1770 Der Tischler Paul Engele aus Altenmarkt bei Radstadt errichtete die zwei Seitenaltäre.

1774 Über den Unterricht von 118 Schülern im Vikariat Pichl wurde berichtet.

1775 Vom Gröbminger Tischler Georg Engele wurde der Hochaltar gefertigt. Interessant ist die Kopie des Gnadenbildes Maria Plain im Hintergrund des Hochaltares. Das Stift St. Peter in Salzburg förderte die Wallfahrtsbewegung der damaligen Zeit. Viele besuchten im 18 Jh. das „kleine Maria Plain“ in der Steiermark. Der Mitterndorfer Bildhauer Johann Fortschegger schuf später die kirchliche Ausschmückung der Altäre.

1792 erfolgte der erste Schulbau in Pichl.

1803 Der Pichlhof wurde vom Erzstift Salzburg veräußert. Ein Nachkomme des Andreas Steiner erwarb das Pichlmayrgut.

1803 Mandling war bis zu diesem Zeitpunkt Staatsgrenze zwischen dem Erzstift Salzburg und dem Habsburger Erbland und geriet durch die Franzosenkriege unter verschiedene Gebietsverwaltungen bis es im Jahre 1816 ständig an Österreich gebunden werden konnte.

1817 In Gleiming wurde eine Schule für evangelisch erzogene Kinder eingerichtet.

1840 Der Wirt zu Obermandling renovierte die Kapelle „Zu den beiden Johannes“. Sechs Jahre später erhielt die Kapelle sogar eine Messerlaubnis.

1847 Die guten Erträge beim Nickelabbau in der Zinkwand veranlassten Rudolf Ritter von Gersdorff, Hofrat in der Hofkammer für Münz- und Bergwesen, die Gersdorffer Nickelhütte von Thalhof bei Gloggnitz nach Mandling zu verlegen.

1859 erfolgte die Erhebung einer eigenen Pfarre Pichl.

1875 Die Eisenbahnlinie Selzthal-Bischofshofen ging in Betrieb. Der Bahnbau im Bereich Mandling wurde durch den moorigen Wiesengrund und die gefährlichen Seitenbäche der Enns erheblich erschwert.

1878 Der Neubau der Volksschule Pichl wurde eröffnet; die evangelische Schule in Gleiming aufgelassen.

1885 Im Ort Gleiming wurden 100 Bewohner gezählt.

1888 In Mandling wurde die Fam. Stiegler aus Ramsau sesshaft, um eine Lodenwalke zu errichten, aus der später die Firma Loden-Steiner entstand.

1897 Im September gab es ein großes Hochwasser, das enorme Schäden anrichtete. Der Zugsverkehr musste sogar eingestellt werden, da der Mandlingbach die Schienen unterspült hatte.


20. Jhdt.:

1903 Mit der Neugründung der „Ennstaler Kohlengewerkschaft“ wurde der Braunkohlenabbau wieder ins Leben gerufen. Bis zu 54 Mann konnten Beschäftigung finden, bis im Jahr 1922 der Abbau aufgelassen wurde.

1902 Die Raiffeisenkasse Pichl wurde gegründet.

1906 Der nunmehrige Besitzer der Lodenwalke, Obojes, ein Südtiroler, verkaufte den Betrieb an Zacharias Walcher sowie Kajatan und Karoline Segl, die im Jahr 1910 die Walke an ihren Neffen Franz Steiner weitergaben.

1914 Mit großer Begeisterung zog man für das Kaiserhaus und Vaterland in den 1. Weltkrieg. Gleich darauf kamen die ersten Verwundeten zur Genesung nach Hause; Flüchtlinge und Gefallenenlisten folgten.

1916 Im Jahrbuch des Deutsch-Österreichischen Alpenvereins wurde ein Beitrag von einer „Schneeschuhfahrt“ auf der Gasselhöhe gedruckt.

1916 Die lange Kriegsdauer brachte enorme Entbehrungen. Mit Lebensmittelmarken, Brennholzmangel und vorgeschriebenen Abgaben an landwirtschaftlichen Gütern war man täglich konfrontiert. Auch gegen verschiedene Epidemien musste angekämpft werden. In Pichl und Mandling fielen 14 Personen der Ruhr zum Opfer.

1918 Der 1. Weltkrieg forderte 33 Gefallene und zwei Vermisste. Im November wurde der alte Reichsrat aufgelöst und die Republik Deutschland ausgerufen.

1919 Als die Erben des Pichlmayrgutes jungen verstarben und die hinterbliebenen Kinder das Gut nicht weiterführen konnten, wurde der Hof verkauft. Von dieser Zeit an wechselte das Pichlmayrgut mehrmals die Besitzer.

1919 Als Expositur der Volksschule Pichl wurde in Mandling eine Schule eröffnet.

1920 Große Schäden durch eine Hochwasserkatastrophe; alle Brücken zwischen Mandling und Schladming wurden weggerissen.

1928 Die Freiwillige Feuerwehr Mandling-Pichl, mit Sitz in Mandling, wurde im Gasthaus Geringer gegründet.

1928 Die erste Schihütte auf der Reiteralm wurde gebaut und eine erste offizielle Schiveranstaltung durchgeführt.

1930 Ausbau der Lodenwalke durch Franz Steiner sowie Ankauf einer 90 PS Turbine.

1934 Gendarmerie und angefordertes Bundesherr aus Salzburg kämpfen gegen die Nationalsozialisten in Mandling; diese Auseinandersetzung forderte acht Tote und zahlreiche Verwundete.

1938 Das Pichlmayrgut wurde enteignet. Aus dem Hof wurde kurze Zeit später eine Versuchsanstalt der Deutschen“IG-Farben-Industrie“.

1939 Mit dem Überfall auf Polen begann der 2. Weltkrieg, der sich nach einem Jahr auf Russland ausdehnte und in den darauf folgenden Jahren unermessliches Leid mit sich brachte. Im Pichlmayrgut wurde ein Lazarett eingerichtet.

1943 Willi Steiner übernahm als Kriegsverwundeter die Lodenwalke seines Vaters.

1943 Durch Bombenangriffe auf deutsche Städte wurden viele Bewohner ins sichere Hinterland evakuiert. Eine große Lebensmittelknappheit wird durch das beliebte Flüchtlingsziel „Ennstal“ hervorgerufen.

1945 Der 2. Weltkrieg forderte in der Gemeinde Pichl-Preunegg 46 Tote. Mandling wurde wieder Grenze, diesmal zwischen Amerikanern und Engländern.

1946 Für drei Jahre wurde die steirische Hotelfachschule im Pichlmayrgut eingerichtet. Nach der Rückstellung an den rechtmäßigen Besitzer wurde das Gut zum Verkauf angeboten.

1947 Die Not nach dem 2. Weltkrieg ließ den Kohlenabbau wieder aufleben. Zwei Jahre später wurde der Betrieb wegen Unergiebigkeit wieder eingestellt.

1948 Die bisherige Postablagestelle Pichl wurde zum Postamt erhoben.

1948 Die Lodenfabrik Steiner und die „Ennstaler Lederfabrik“ erweiterten ihre Betriebsanlagen. Gastwirt Kogler errichtete ein Kino.

1951 Schwimmbadbau in Mandling – Hauptinitiator Willi Steiner, Arbeits- und Geldleistungen durch die Bevölkerung.

1952 Gründung der Trachtenmusikkapelle Pichl an der Enns.

1952 Der „Felserbauer“ Cyriak Steiner aus Radstadt kaufte das Pichlmayrgut.

1957 Das neu errichtete Amtshaus (Gemeindeamt und Postamt) wird seiner Bestimmung übergeben.

1958 Einer Unwetterkatastrophe fielen 7 Ennsbrücken zwischen Mandling und Schladming zum Opfer.

1959 Errichtung des „Erzherzog Johann Denkmales“ an der steirisch-salzburgischen Grenze in Mandling. Die Lederfabrik musste schließen. In Gleiming wurde der erste Schilift in Betrieb genommen.

1968 erfolgte der Ausbau der Bundesstraße zwischen Schladming und Mandling.

1971 Gründungsversammlung der „Reiteralm Bergbahnen GmbH.“ (92 Gesellschafter). Erschließung des Schigebietes Reiteralm durch einen Doppelsessellift und Schlepplift.

Hauptinitiatoren: Sepp Steiner, Siegfried Keinprecht und Rudi Walcher.

1974 Innenrestaurierung der Kirche.

1974 – 1981 Weitere Erschließung des Schiberges Reiteralm durch den Bau verschiedener Liftanlagen (Holzerlift, Doppelsesselbahn Gasslhöhe, Gondelbahn, Muldenlifte).

1981 Verheerendes Unwetter über Gleiming; durch den Dammbruch der Wildbachverbauung oberhalb von Gleiming wälzte sich eine Mure durch die Ortschaft, die großen Schäden hinterließ.

1982 Die Pfarrkirche Pichl wurde einer gründlichen Außenrenovierung unterzogen.

1983 Errichtung eines Kriegerdenkmales zum Gedenken an die Gefallenen des 2. Welt-krieges. Postamtsbau in Mandling.

1985 Inbetriebnahme des Kraftwerkes der Steweag in Mandling.

1986 Neubau der Johannes-Kapelle in Mandling, nachdem die Mandling-Kapelle dem Erweiterungsbau der Bundesstrasse weichen musste.

1987 Errichtung einer Beschneiungsanlage auf der Reiteralm. Verleihung des „Steir. Pistengütesiegels“.

1988 100-jähriges Firmenjubiläum der Fa. Loden-Steiner mit Verleihung des Steir. Landeswappens.

1989 Das Land Steiermark verleiht der Gemeinde Pichl-Preunegg das Recht zur Führung eines Gemeindewappens. Die Volksschule in Pichl wird in Verbindung mit einem Zubau einer umfassenden Renovierung unterzogen. Vorstellung der 1. Auflage der „Gemeinde-chronik“ verfasst von Prof. Walter Stipperger.

1991 Offizielle Eröffnung der Freizeitanlage in Pichl.

1991 Gründung des Reinhaltungsverbandes Region Pichl. Das Ziel des Reinhaltungs-verbandes besteht in der Gemeinde- und Landesgrenzen überschreitenden Abwasser-entsorgung.

1995 Ankauf der „Fageralm-Lifte“ durch die Reiteralm Bergbahnen GmbH. & Co KG.

1996 Das Postamt in Pichl wird wegen Unrentabilität geschlossen.

1997 Errichtung des neuen Gemeindeamtes; in Untermiete das Büro des Tourismusverbandes Pichl-Mandling.

1999 Errichtung und Inbetriebnahme des Gemeindebauhofes. Laufender Ausbau des Ortskanalnetzes.


21.Jhdt.:

2000 Umbau der Eisenbahnkreuzung in Gleiming auf Grund eines tödlichen Unfalles.

Die Lichtzeichenanlage wird durch eine 4-teilige Vollschrankenanlage ersetzt.

2001 Sinkende Schülerzahlen geben Anlass, die Volksschulen Mandling und Pichl mit dem Standort Pichl zusammenzulegen.

Die Gemeinde Pichl-Preunegg erwirbt den Landesanteil an der Reiteralm-Bergbahnen GmbH. in der Höhe von 3,4 Mio Schilling.

2003 Innenrenovierung der Pfarrkirche Pichl. Beschluss, den Kindergarten in Mandling zu sanieren und den Turnsaal der aufgelassenen Volksschule in ein Musikheim umzubauen.





Text: www.pichl.at

Kontakt Tourismusbüro

Pichl 100, -8973 Pichl
Pichl-Preunegg
Telefon: 0043 (0)6454/7907
FAX: 0043 (0)6454/7907-4
E-Mail: gemeinde@pichl.at
Homepage: http://www.pichl.at

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