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Murradweg - Murradweg Tour St. Ruprecht ob Murau - Mountainbike St. Ruprecht ob Murau

Murradweg /365.0 km

Der Radweg folgt von den Bergriesen des Salzburger Lungaus bis zu den heissen Quellen der Südsteiermark stets dem Flusslauf der Mur.

Anreise

Bei St. Michael im Lungau von der A10 abfahren und auf der Landesstraße nach Muhr.

Ausgangspunkt

Muhr (1123 m)

Beschreibung

Sanfte Nocken, steile Zähne, tosende Wasserfälle und glasklare Seen – im salzburgischen Lungau gibt’s das alles bergeweise. Das weite Höhentalbecken im Süden des Salzburger Landes wird im Westen von den Gipfeln des Nationalparks Hohe Tauern begrenzt. Im Norden strecken die Niederen Tauern gen Himmel; im Süden schmiegen sich die abgerundeten "Nocken" der Nockberge an den Horizont. Womit sich bereits der Beginn des Murradweges als imposanter Einstieg ins Naturerlebnis erweist.

Der offizielle Ausgangspunkt des Murradweges ist die kleine, idyllische Nationalparkgemeinde Muhr (1123 m), in deren Nähe die Mur entspringt. Man radelt am markierten Murradweg (R2), der stets parallel zur Mur verläuft, ostwärts los. Es geht meist leicht bergab und nach ca. 11 km gelangt man in die erste größere Ortschaft: St. Michael im Lungau (1075 m). Die zentral gelegene Gemeinde bietet viele Freizeitmöglichkeiten für Jung und Alt.
Der nächste Anhaltspunkt der Tour ist der wunderschöne, kleine und gepflegte Ort St. Margarethen (1065 m). St. Margarethen liegt am Rande des Murtals, abseits der Hauptverkehrsroute. Eingebettet zwischen Aineck und Grainwald, lassen sich hier Tradition und Lebensart des Lungaus kennenlernen.

Der Murradweg führt weiter durch Unterberg und nach Tamsweg. Unbedingt sehenswert ist die oberhalb von Tamsweg gelegene Wallfahrtskirche St. Leonhard (wertvolle Glasfenster). Wandern, Mountainbiken, Baden, Wellness, Fischen, Rafting – der Hauptort der Ferienregion Lungau lässt keine Wünsche offen.

Bald erreicht man den letzten größeren Ort in Salzburg, der am Murradweg liegt: Ramingstein (974 m). Ramingstein im Dreiländereck von Salzburg, Steiermark und Kärnten gelegen, ist die viertgrößte Gemeinde des Lungaus. Der Ort ist eingebettet in die Lungauer Nockberge und wurde urkundlich 1139 erstmals erwähnt. Oberhalb des Ortes erhebt sich die Burg Finstergrün, welche das Wahrzeichen des Ortes und die "lebendige" Burg - bzw. Jugendherberge Österreichs ist. Mit einem "Dorf der Künstler" hat sich Ramingstein in den letzten Jahren zu einem Kunst- und Kulturzentrum weit über die Grenzen der Region hinaus entwickelt.

Kurz vor Predlitz (971 m) überquert man schließlich die salzburgisch-steirische Landesgrenze. Auf der Weiterfahrt passiert man einige kleine Ortschaften, ehe man nach St. Ruprecht ob Murau (900 m) kommt. Durch seine ruhige Lage ist der Ort ideal für Erholungssuchende. Das einzigartige Holzmuseum kann von April bis Oktober besucht werden.
Weiter geht’s stets leicht bergab und nachdem man St. Lorenzen ob Murau hinter sich gelassen hat, rollt man in Murau (829) ein. Das mittelalterliches Stadtbild präsentiert sich mit einem attraktiven Angebot an Freizeitmöglichkeiten. Museen, Ausstellungen und historische Spaziergänge führen auf die Spuren der Geschlechter Schwarzenberg und Liechtenstein. Das Leben und Arbeiten mit Holz hat in der waldreichen Region rund um Murau eine Jahrhunderte lange Tradition und wird entlang der Holzstraße, die durch 25 Gemeinden führt, zu neuem Leben erweckt. Mehr als 20 „Zweitausender“, Almen, Flusslandschaften, weite Wiesen und Felder bestimmen in der Urlaubsregion Murtal Landschaft und sportliche Alternativen.

Man folgt der Radroute weiter durch Triebendorf, Saurau, Frojach und Teufenbach, ehe man nach Scheifling (762 m) gelangt. Als eines der ältesten Siedlungsgebiete der Steiermark wird Scheifling erstmals 978 urkundlich erwähnt. Wo immer man hinblickt, Scheifling vereint gekonnt überlieferte Tradition und modernes Dorfleben.
Nach rund 7 km erreicht man Unzmarkt (745 m). Der ruhige, romantische Ort bietet neben einem Freizeitpark und einer Vielzahl von Sportmöglichkeiten auch für Kulturinteressierte einiges: die Pfarrkirche Maria Magdalena, die markante Burgkirche Frauenburg, die Stubenberger Gruft, uvm.

Auf der Weiterfahrt nach Judenburg (737 m) nimmt man die Orte Scheiben, St. Georgen ob Judenburg und St. Peter ob Judenburg mit. Die ehemalige Handelsstadt verfügt über eine reizvolle Altstadt, deren mediterraner Charme aus den Tagen der Venezianischen Händler stammt. Zentrum und Wahrzeichen dieser Stadt ist der 75,66 Meter hohe freistehendeStadtturm, dessen Aussichtsgalerie einen herrlichen Rundumblick auf die Stadt und das Aichfeld ermöglicht.

Nur wenige Kilometer weiter trifft man auf die nächste Stadt: Zeltweg (659 m). Die Stadt am A1-Ring liegt inmitten der "Freizeitarena Oberes Murtal". Eingebettet in das satte Grün der steirischen Mark und umrandet von sanftem Gebirgspanorama ist Zeltweg der beste Start für alle Natur-, Wander- und Sportbegeisterten.
Bald danach geht’s in die moderne Bezirkshauptstadt Knittelfeld (643 m). Hier bleiben keine Wünsche offen - ob ein Einkaufsbummel in einem der zahlreichen Geschäfte, eine Einkehr in einem der gastfreundlichen Betriebe oder einfach die beinahe unbegrenzten Sportmöglichkeiten - in Knittelfeld wird es bestimmt nie langweilig!
Dem Murradweg weiterfolgend lässt man auch die Ortschaften St. Margarethen bei Knittelfeld, St. Lorenzen bei Knittelfeld, Kraubath und St. Stefan ob Leoben hinter sich. Der bekannte Verkehrsknotenpunkt St. Michael in der Obersteiermark (588 m) dient als nächster Anhaltspunkt. Von hier ist’s nicht mehr weit bis Leoben (541 m). Die Montan- und Universitätsstadt im Herzen der Steiermark lockt immer mehr Besucher nicht zuletzt aufgrund des vielfältigen Freizeitangebotes.

Am Fahrradsattel geht’s dann vorbei an Niklasdorf und schon bald findet man sich in Bruck an der Mur (491 m) wieder. Die Stadt verfügt über ein breites Kultur- und Sportangebot und auch kulinarische Freuden kommen nicht zu kurz. In Bruck wendet der Murverlauf in südliche Richtung.

Am schön angelegten Radweg rollt man an Pernegg, Mixnitz und Röthelstein (449 m) vorbei. An heißen Tagen ist eine Abkühlung im gepflegten Badeteich von Röthelstein äußerst empfehlenswert!
Meist durch bewaldetes Gebiet führt die Route parallel zur Südbahnlinie nach Frohnleiten (438 m). Die beeindruckende Silhouette der Kleinstadt lädt zum Besuch ein.

Danach folgt man dem Murradweg durch Deutschfeistritz, Gratwein und Judendorf-Straßengel. Nun ist die steirische Landeshauptstadt Graz (357 m) zum Greifen nahe. Graz - Weltkulturerbe und Kulturhauptstadt 2003 - bildet das lebendige Bindeglied zwischen dem gebirgigen Charme der Obersteiermark und dem mediterranem Flair des Südens. Graz ist aber vor allem ein Schmelztiegel der Kulturen - Musiker, Schauspieler, Literaten, Architekten und Designer geben hier seit jeher eigenwillig und markant den Ton an. Bleibende Erinnerungen an das Kulturjahr 2003 finden ihren Platz ganz selbstverständlich neben den Wahrzeichen aus allen Epochen. Musik, Malerei, Schauspiel und Dichtung unterhalten bei Musik-, Literatur- und Märchenfestivals. Die Grazer Lokalszene lädt mit viel Charme zum Genießen, Bummeln und Flirten.

Nachdem man die wunderschöne Stadt hinter sich gelassen hat, geht’s rasant weiter zu den Weinhügeln und Thermen der Südsteiermark. Am Weg nach Wildon (314 m) durchfährt man Kalsdorf und Werndorf. Die liebliche Ortschaft verfügt über einen Badesee, sämtliche Gaststätten und den Kulturpark Hengist.

Auf der Weiterfahrt kommt man bei der Gemeinde Lebring – St. Margarethen und Gralla vorbei, ehe man zur nächsten Stadt gelangt: Leibnitz (274 m). Die Weinberge des Schlosses Seggau grüßen schon aus der Ferne und man weiß sofort: hier regiert der Wein. Leibnitz, das Radzentrum im Südsteirischen Weinland, unterstreicht seinen Ruf mit gemütlichen Straßencafes, Gaststätten und Restaurants, die neben speziellen Radlermenüs auch bodenständige und internationale Küche mit einem reichhaltigen Angebot an steirischen Weinen anbieten.
Nun geht’s im Eiltempo Richtung slowenische Grenze: die Orte Ehrenhausen, Spielfeld und Mureck fliegen nur so vorbei. Die Murauen vom Grenzort Mureck (237 m) sind ausgezeichnete Rastplätze und im Erlebnisbad kann man sich noch mal abkühlen. Von hier ist der Zielort Bad Radkersburg (208 m) des Murradwegs zum Greifen nahe. Man rollt noch vorbei an Halbenrain (223 m), dessen reizvolles Ortsbild durch die Pfarrkirche und das Schloss bestimmt wird, ehe man in die bekannte Thermenstadt gelangt. Südländisches Flair, Lebenslust und Moderne verschmelzen mit Historie und Tradition, schmucke Fassaden, nette Cafés, hübsche Geschäfte und ein sensationelles Museum – eine Kleinstadt mit Charme und dem gewissen Etwas.


Bemerkungen:

Der Murradweg ist durchgehend mit grünen Schildern und weißer Schrift „R2 Murradweg“ gekennzeichnet.

Mit der ÖBB geht es auch von Bad Radkersburg über Graz und Bruck an der Mur nach Unzmarkt. Weiter mit der Murtalbahn (Zug bzw. Bus der Steiermärkischen Landesbahnen, STLB) über Murau nach Tamsweg. Ab Tamsweg mit dem Postbus nach St. Michael, Muhr und Rotgülden. Ab Muhr bzw. Rotgülden mit dem "Rad-Taxi" bis zur Sticklerhütte.Fahrplan im Internet: Verbundlinie (www.busbahnbim.at)

Alternativen

Kombinationsmöglichkeiten/ Varianten:

Der Murradweg kreuzt den Rastlandradweg (R15) in St. Michael und den Mürztalradweg (R5) in Bruck an der Mur. Im Süden gibt es eine Anknüpfungsmöglichkeit zum Thermenradweg (R12).

Rast/Einkehr

Es befinden sich zahlreiche Einkehrmöglichkeiten entlang der Strecke!

Kartenmaterial

tvbkreischberg@murau.at