Zell am See - Spital 2010 Tauernrundfahrt /140.9 km 2.247 Hm
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Ausgangspunkt
Zell am SeeBeschreibung
Glocknerkönige
Zu einer für die meisten Teilnehmer völlig nachtschlafenen Zeit, nämlich bereits um 8.00 erfolgte der Start zur 2. Etappe, was aber nicht der Organisation sondern den Betreibern der Großglockerhochalpenstraße geschuldet war. Sie erwarteten nämlich eine ungebührliche Minderung der Mauteinnahmen durch die außer Kontrolle hochfahrenden Radfahrermassen. Da beide Gruppen (Vorgabe!) gemeinsam starteten, durchmischte sich das Feld schneller, als den jeweiligen Guides lieb war. Kontrollverlust war die Folge. So wurde manch einer, der dort eigentlich nichts verloren hatte (z. B. Irrer Läufer, Jan) an die Spitze des Feldes gespült. Das allerdings sollte sich in der langen Auffahrt zum Glockner bitter rächen, wurden die beiden doch dazu verdammt, der Spitzengruppe hinterherzuhecheln, sie aber niemals zu erreichen. Beide reden sich den Abriss immer noch als Heldentat schön, als Kollateralnutzen ergab sich die Möglichkeit sich länger an der grandiosen Hochgebirgslandschaft delektieren zu können. Auch war der Anstieg entgegen den Vorhersagen zwar kalt, aber trocken.
Bei der Verpflegungsstation am Fuscher Törl löste sich erneut eine Gruppe von (ausgekühlten) Radfahrern, um schnell noch die Edelweißspitze zu erklimmen - Jan war nicht dabei, da er die vorzügliche Wirkung der sofort im Shop verfügbaren Quäldich-Winterweste bei harschen Temperaturen und rauhem Wind auf der Luvseite des Verpflegungsbusse den anwesenden Teilnehmern vorführen wollte
Nach der immerhin die Bremsen dank Wasserkühlung nicht überhitzenden Abfahrt kühlten wir in Heiligenblut weiter aus, bis sich die erste Gruppe zur Weiterfahrt entschloss und so ihre Attraktivität für einige Protagonisten und Leistungsträger der zweiten Gruppe erheblich erhöhte. Durch die Einbindung dieser zusätzlichen Kräfte konnte bis Winklarn und in weiterer Folge bis Spittal ordentlich Tempo gemacht werden. Verkehrsregelung in Winklarn durch uns freundlich gesonnene Polizeikräfte. Sogenannte Kackwellen versetzten alle Beteiligten in die mißliche Lage, den Ziehharmonikaeffekt bei Radsportverbänden am lebenden Objekt zu studieren. Besonders hervorgehoben werden muss an dieser Stelle die Heldenhaftigkeit der sich für das Gemeinwohl im Wind aufreibenden Führungskräfte, obwohl bei Licht betrachtet der Vorsprung auf die im eisigen Heiligenblut schmählich Zurückgelassenen üppiger hätte sein können.
