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Groß-Enzersdorf

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Groß-Enzersdorf


156m

Herzlich willkommen in Groß-Enzersdorf!

Wenn Sie an einem der nächsten lauen Sommerabende - hoffentlich ohne Regen - einmal nichts vorhaben, könnten Sie einen Spaziergang unternehmen, der Sie, man staunt nicht schlecht, in etwa einer dreiviertel Stunde rund um das „alte Groß-Enzersdorf“ führt. Genauer gesagt umrunden Sie entlang des Promenadenweges die Stadtmauer, die fast vollständig erhalten den Stadtkern umschließt.

Zum besseren Verständnis ihrer Entwicklung ein paar historische Fakten; Baubeginn der Stadtmauer war bereits 1396, als das von seinen Bewohnern bis heute liebevoll „Stadtl“ genannte „Marckt Enzerstorff“ durch Verleihung des Stadtrechtes eine richtige Stadt wurde. (Gab es damals eigentlich schon am Mittwoch und Samstag Markttage?) Bauherr war Bischof Berthold von Wehningen, Bischof von Freising und damals Österreichs Kanzler, der eine Ringmauer mit drei Toren, Wachtürmen und Laufgängen sowie Wassergraben errichten ließ, wie es in der damaligen „Baubewilligung“, dem Brief der Herzöge Wilhelm und Leopold von Österreich, nachzulesen ist. Trotz der damals bescheidenen Hilfsmittel, Handwerker und Baumaterialien war das Werk in nur drei Jahren vollendet; daran könnte sich manche heutige Baufirma ein Beispiel nehmen.

Weil es damals bei Steinquadern offensichtlich einen Lieferengpass gab, wurden die Quader aus Römersteinbrüchen (Carnuntum etwa) oder ehemaligen Bauten herangezogen. Und zwar mit ächzenden Ochsenkarren oder Pferdefuhrwerken. Nun gut, für den Bau standen zwar Hunderte Zimmerleute und Maurer zur Verfügung, aber jeder Häuslbauer kann sich vorstellen, wie es im Mittelalter mit Handwerkern zugegangen sein muss. Trotz deren Wichtigkeit wurden die alten Palisaden, die bisher die Stadt geschützt hatten, rasch abgerissen und die Mauer zusätzlich mit einem Wassergraben umringt, der ein weiteres Hindernis darstellen sollte.

Für den Anfang – so dachte sich der Bischof – genügten drei Tore (im Norden nach Wien, im Süden zum Wasser und im Osten ins Marchfeld) um die Stadt zu verlassen. Holzbrücken an den Toren lagen über dem Wassergraben, die mit Ketten und Winden hochgezogen wurden, wenn es Nacht wurde oder sich Gesindel näherte. In den Tortürmen – von denen einer noch erhalten ist – standen Wächter und warnten die Feldarbeiter vor Räubern.

Falls Sie sich schon immer gefragt hatten, was das doppelte W am Wiener Tor bedeutet, hier eine Deutung; als letzten Stein und zugleich Zeichen des vollendeten Werkes wurde das Wappen des Stadtherren beziehungsweise Freisinger Bischofs in die Mauer gefügt. Die Initiale W für Wehningen sollte aber auch für Welle und Woge gelten, Sinnbild sowohl für Wasser als auch Getreidefelder.

Die Bauleute der Stadtmauer stammten überwiegend aus Wien, und hatten schon beim Bau des Stephansdom mitgearbeitet. Die Stadtkirche „Maria Schutz“ wurde mit der gleichen Sorgfalt wie St. Stephan gebaut, und wird deshalb oft der „Marchfelddom“ genannt.

Noch bis zu den Schlachten mit Napoleon wurden abends die Tore geschlossen, die bei den Gefechten jedoch schwer beschädigt wurden. Im Jahr 1886 wurden sie endgültig abgebaut, da die Dampftramway ihren Betrieb aufnahm.

Text: www.grossenzersdorf.at

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