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Thumeritzer Kalköfen

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Die Thumeritzer Kalköfen

Das Gewerbe des Kalkbrenners hat in Thumeritz eine große Tradition. Zu Beginn des 20.Jahrhunderts dürften an die 50 bäuerliche und herrschaftliche Kalköfen im Waldviertel in Betrieb gestanden haben. 7 davon in Thumeritz - das allein zeigt schon die besondere Stellung des Ortes. Die früheste Nennung eines Kalkofens der Herrschaft Drosendorf, der in der "Thumeritzer Saaß" gestanden hat, datiert aus dem Jahre 1839/40. In Adreßbüchern von 1903 - 1906 werden 5 Kalkbrenner genannt: Franz Fiedler, Franz Müllner, Josef Silberbauer, Franz Reinagl und Karl Grell (kauften den Ofen von Lambert Brandtner). Diese brannten zum Teil bis zum 1. Weltkrieg, Karl Grell bis 1935. Frau Maria Sigmund brannte auf diesem Ofen 1946 noch eine Saison. Die Öfen von Josef Pfeiler und Karl Allinger (später Karl Grell) waren bereits vor 1904 außer Betrieb. Die Öfen, es waren sogenannte Feldöfen, standen bis auf den von Allinger, südlich des Ortes in der "Wiener Leiten", nahe der Straße nach Sieghartsreith.
Thumeritzer Kalkofen, Foto H.Fiedler 1998

Für einen Brandvorgang benötigte man ca. 9m³ Holz, 3m³ Steine, die Temperatur im Ofeninneren betrug etwa 2000°C, Brenndauer um die 36 Stunden, Ausbeute ca. 3000kg Kalk.

Die Söhne von Franz Reinagl, Alois, Anton und Franz, erbauten im Jahre 1904 den großen Schachtofen. Dieser gehörte damals zu den größten Öfen dieses Typs in Mitteleuropa. Als Franz Reinagl jun. im Jahre 1914 beim Kalkausführen tödlich verunglückte, wurde der Ofen an Karl de Riz verkauft. Im Jahre 1926 vom Grafen Ernst Hoyos-Sprintzenstein erworben erworben und von Kohle- auf Holzfeuerung umgerüstet.

Die Steine wurden von der Bruchstelle mittels eiserner Loren zum Ofen geführt und über eine Brücke in die Einfüllöffnung gekippt. Seitlich waren drei Brennkammern angebracht, unten befand sich die Ablaßvorrichtung für den gebrannten Kalk. Im Jahre 1935 wurde das letzte Male gebrannt. Der Thumeritzer Brandkalk war ein hochwertiges Produkt und war weit über den lokalen Bereich hinaus bekannt. Geliefert wurde bis Raabs und Großsiegharts, ins Weinviertel, ja sogar bis Tulln. Die letzte und sehr bekannte Händlerin war Maria Sigmund, sie war bis 1965 aktiv.

Von den 6 Feldöfen sind noch vom "Müller-Ofen" und vom "Reinagl-Ofen" (heute im Besitz der Familie Alois Harasleben) relativ gut erhaltene Reste zu sehen. Vom großen Schachtofen ist der Ofenstock erhalten, die um den Ofen herum gebaute Holzbaracke wurde in den Kriegsjahren abgerissen. Dieser Ofenstock ist der einzige noch verbliebene dieser Bauart in Österreich. Kalkfuhrwerk Reinagl
Kalkfuhrwerk Reinagl

Im Jänner 1998 wurde der Verein "Freunde der Thumeritzer Kalköfen" gegründet. Der Zweck des Vereins ist die Bewahrung, Erhaltung und Restaurierung der Öfen. Zusätzlich soll durch Publikationen, Vorträge, Veranstaltungen und andere Aktivitäten dieser Teil der Geschichte unserer unmittelbaren Heimat vor dem Vergessen bewahrt werden.

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