Gravelbike Wörthersee T2 | Gravel Speedway Rosental - BERGFEX - Radfahren - Tour Kärnten

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Gravelbike Wörthersee T2 | Gravel Speedway Rosental

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Gravelbike Wörthersee T2 |...

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Tourdaten
85,99km
429 - 622m
Distanz
783hm
783hm
Aufstieg
06:50h
 
Dauer
Kurzbeschreibung

Die überwiegend flache Tour führt dich in den Süden Kärntens. Dabei gibt es neben einigen Lost Places auch jede Menge Schotter entlang der Drau zum dahingleiten.

Schwierigkeit
mittel
Bewertung
Technik
Kondition
Landschaft
Erlebnis
Ausgangspunkt

Ortskern Velden am Wörthersee



Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Beschreibung

Diese Tour führt dich durch das Rosental in den Süden Kärntens und durch das 4-Seen-Tal zurück an den Wörthersee. Während du die Schotterpiste am Drauradweg dahinbretterst trennen dich nur die schroffen Karawanken von Slowenien.

Die "Kapelle der vegessenen Seelen" ist eine Zeitzeugin aus dem verbindenen Bau des Eisenbahntunnels nach Slowenien und den grausam trennenden Kärntner Abwerhkampf. (Diese erreichst du mittels eines Abstechers von der Route.)

Herrliche Ausblicke und Landschaften begleiten dich durch das Rosental bevor es bei Maria Rain, nach der Besichtigungsmöglichkeit zweier Lost Places, langsam wieder Richtung Norden geht. Dabei durchradelst du das gesamte Keutschacher Seental und erfährst zugleich auch wieder jede Menge historisches.

Den Abschluss der Tour bildet der Kathreinkogel, ein Landmark, das bereits zur prähistorischen Zeit besiedelt wurde.

 

Wegbeschreibung

Die Stories zu den Lost Places findest du bei dieser Tour unter "Weitere Infos".

 

Die relativ einfache Tour führt uns - wie einige Touren in den Süden - vorbei am Schloss und Tierpark Rosegg sowie der Keltenwelt Frög. Anschließend geht es der Drau mit jeder Menge Schotter und ohne nennenswerte Anstiege ins Rosental. Nach Feistritz im Rosental lohnt sich ein Abstecher nach Rosenbach zur zerschossenen "Kapelle der vergessenen Seelen" die an Todesopfer beim Bau des Karawankenbahntunnels erinnert und im Kärntner Abwehrkampf als Schützenstellung gedient hat. 

 

Bei Längdorf kannst du entweder nach Rosenbach (lt. eingezeichneter Strecke - ca. 200Hm und 10km) zur Kapelle der vergessenen Seelen abzweigen, oder du wählt die flache und kürzere Variante und folgst dem Drauradweg. 

 

Vor Unterferlach heißt es nun wieder das Drauufer zu wechseln. Bei Maria Rain erwarten dich gleich zwei Lost Places:  der "Ewige Regen" als Naturschauspiel und die Einsiedlerhöhle. 

Nun streifst du den südlichen Stadtrand von Klagenfurt und begibst dich durch Viktring in 4-Seen-Tal Keutschach, benannt nach den Seen: Rauschelesee, Bassgeigensee, Keutschachersee und Hafnersee. Ein Sprung in Wasser lohnt sich hier übrigens immer. Heute gelten der Keutschacher See und der Hafnersee als beliebte Badeseen (vor allem in der FKK Campinszene). Der Keutschacher See fand aber bereits in prähistorischen Epochen eine rege Besiedelung, von welcher die fragmente der Pfahlbauten unter Wasser zeugen. 

 

Noch Lust auf einen Abstecher?

Bei Plescherken findet man heute noch Überreste der Bergbau und Goldsucherepoche im 18. Jahrhundert. Wenn du eine Taschenlampe mitnimmst, lohnt sich ein Blick in die alten (kurzen) Stollen. Bitte nicht betreten!

Fast zurück am Ausgangsort empfehlen wir allen Hobbyhistorikern nochmals einen Abstecher von rund 2km zur Südseite des Kathreinkogels. Auch hier fand man Objekte die auf eine prähistorische Besiedelung hinweisen. 

 

Höchster Punkt
622 m
Zielpunkt

Kurpark Velden am Wörthersee


Ausrüstung

Tourentaugliche Radausrüstung und Bekleidung (Geländegängigkeit beachten!)
Telefon für Notfälle
GPS-Fahrradcomputer mit Track der jeweiligen Tour
Fahrradschloss, da einige Lost Places nur mittels kurzem Fußmarsch erreichbar sind
Smartphone oder Kamera ; )
Taschenlampe bzw. Radbeleuchtung zum Ausleuchten einige Lost Places (zB. Stollen)

Sicherheitshinweise

GRAVELBIKE

 

Gravelbiketouren führen teilweise über unbefestigten Untergrund oder Schotterfahrbahnen. Daher sind diese nur für sehr geübte Fahrer geeignet.

Die Routen führen zum Teil auch entlang öffentlicher Verkehrswege. Hier gilt natürlich die StVO.

FairPlay! Sei kein Spielverderber! Befahre die Touren in den Wald- und Berggebieten ausschließlich am Tag. Respektiere hier bitte die Interessen der Jäger und Grundstückseigentümer. 

Bleibe stets auf den Wegen und erspare somit der gesamten Community Ärger mit Grundstückseigentümern.

Respektiere Fahrverbote und temporäre Streckensperren.

 

LOST PLACES

 

Viele der beschriebenen Lost Places sind nur mittels kurzem Fußweg erreichbar. Bitte halte dich daran und gönne deinem Bike eine kurze Pause.

Betrete keine Ruinen oder andere einsturzgefährdete Objekte.

Finger weg von Gegenständen. Bitte lass Gegenstände an ihrem Platz und nimm nichts mit. Die Besonderheit der Plätze geht sonst schnell verloren. 

Halte dich unbedingt an unsere Anmerkungen, Tipps und Warnhinweise bei den einzelnen Beschreibungen der Lost Places.

Bedenke bitte, dass du wahrscheinlich mit deinen Radschuhen unterwegs bist. Nicht alle Lost Places sind für einen Anmarsch bzw. Erkundung mit diesen geeignet. Entsprechende Hinweise haben wir aber bei den Beschreibungen angegemerkt. 

Tipps

Be awesome! Zeig uns deine Bilder von deinen Touren und Lost Places in unserer Region auf deinen Kanälen: #velowoerthersee #gravelwoerthersee

Zusatzinfos

SEHENSWERTE LOST PLACES UND INTERESSANTE GESCHICHTEN ENTLANG DER TOUR

 

Beachte: Einige der Lost Places haben wir als außertourlich gekennzeichnet, da eine logische Routenführung für uns oberste Prioriät hat. Nicht jeden Gravelbiker interessieren unsere spannenden Geschichten entlang der Touren. All jene wollten wir nicht entlang des Tracks in "Sackgassen" führen. 

 

Tierpark, Ruine und Schloss Rosegg

Einer Mauer, in der viel Geschichte steckt, fährt man in der Mühlbacher Straße in Rosegg entlang. Sie wurde aus den Steinen der alten Burg Rosegg errichtet, als Peter Ritter von Bohr ab 1839 rund um die Ruine der Festung einen Tierpark anlegen ließ. Er war eine illustre Person und machte sich zuerst als Maler und Geschäftsmann, dann allerdings als auch als Geldfälscher einen Namen. Der Tierpark ist nach wie vor in Betrieb und ein beliebtes Ausflugsziel. Er umgibt den stehen gebliebenen Bergfried der alten Burg. Das Areal gehört heute ebenso wie Schloss Rosegg (400 Meter von der Strecke entfernt) der bekannten Adelsfamilie Liechtenstein. Das im Gebäude betriebene Café erlaubt einen schönen Einblick in das Liebesleben vergangener Zeiten: Das Schloss wurde 1772 von Graf Franz Xaver Wolfgang von Orsini-Rosenberg für seine italienische Geliebte, eine gewisse Madame Lucrezia, erbaut und erinnert deshalb mit voller Absicht an eine Villa im Süden.

www.rosegg.at

 

Keltenwelt Frög

Anderswo sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht, hier sieht man den Wald vor lauter Hügelgräbern nicht. In Frög ist diesen eigentlich sehr seltenen Relikten aus der Hallstattzeit ein ganzes Freilichtmuseum gewidmet. Es wird Keltenwelt genannt und befindet sich unmittelbar neben den noch gut sichtbaren Hügelgräbern, die teilweise fast 3000 Jahre alt sind. Sage und schreibe 600 dieser besonders betuchten und/oder wichtigen Verstorbenen vorbehaltenen Grabstätten hat man hier gefunden. Die angrenzende Siedlung aus dieser Ära gilt als erste Hauptstadt eines Herrschaftsgebiets auf Kärntner Boden. Wie man dort gelebt hat, wird in der Keltenwelt anhand von Rekonstruktionen gezeigt. Das Freilichtmuseum hat von April bis Oktober geöffnet.

www.keltenwelt.at

 

Kulinarik Restaurant & Pizza Francobollo

In St. Jakob im Rosental führt die Tour an der laut einem 2018 durchgeführten Fallstaff-Voting beliebtesten Kärntner Pizzeria vorbei. Tatsächlich kann das Francobollo aber noch mehr aufwarten, zum Beispiel Steaks vom Feinsten. Eine kulinarisch ungewöhnliche Kombination, aber sie funktioniert: Ohne Reservierung ist hier kaum ein Platz zu kriegen. Dazu gibt’s Handgebrautes aus Kärntens kleinster Gerstensaft-Manufaktur, Malle-Bier in Villach.

www.francobollo.at

 

Kapelle der vergessenen Seelen | a u ß e r t o u r l i c h 

Fünf Kilometer Umweg mit dem Bike und dann noch 700 Meter zu Fuß führen zu einem Lost Place mit einer dunklen Geschichte. Hier befand sich einst ein Friedhof, doch die Natur hat die Gräber zurückerobert. Nur die Ruinen einer Kapelle erinnern noch an die 22 Menschen, die auf dieser Anhöhe bestattet wurden. Sie waren Arbeiter, die zwischen 1903 und 1906 beim gefährlichen Bau des nur wenige hundert Meter entfernten Karawankenbahntunnels ums Leben kamen, oder Angehörige der dort beschäftigten Männer. Unter den Bestatteten befanden sich auch Opfer von Gewalttaten im Umfeld der Baustelle, drei tot geborene Babys und ein unbekannter Mann. Nach der Fertigstellung des Tunnels geriet die Kapelle in Vergessenheit, bevor sie im Kärntner Abwehrkampf 1919 ­– zweckentfremdet als Deckung – wieder in den Fokus beziehungsweise ins Schussfeld rückte. Bei Gefechten zwischen Kärntnern und Soldaten des jugoslawischen SHS-Staates, die Teil der Bahnstrecke besetzt hatten, wurde das Gotteshaus innen und außen schwer beschädigt. Zurück blieb ein bis heute dachloses Skelett.

 

Ewiger Regen | a u ß e r t o u r l i c h 

Ein etwa ein Kilometer langer Abstecher (ein Drittel davon per Bike, der Rest zu Fuß) führt bei Maria Rain zum Naturdenkmal „Ewiger Regen“. Verantwortlich für das Phänomen sind mehrere Sickerquellen, die hier eine sogenannte Rieselflur bilden. So bezeichnet man permanent von Wasser überströmte Felsen. Vereinfacht könnte man dazu, wie es der Volksmund hier seit Jahrhunderten macht, auch „Ewiger Regen“ sagen.

  

Einsiedlerhöhle

Fast direkt an der Strecke (150 Meter zu Fuß) liegt die Einsiedlerhöhle. Sie besteht aus nur einem drei mal vier Meter großen Raum und stand möglicherweise in Verbindung mit einer Einsiedelei in Maria Rain, von der eine Sage berichtet:

Aus Furcht vor den damals häufigen Raubzügen türkischer Reiterhorden brachten die Mönche des Stifts Viktring ihre Monstranz, in der sich drei Tropfen des Blutes Christi befanden, in die abgeschiedene Einsiedelei in Sicherheit. Viele Gläubige begleiteten die feierliche Prozession nach Maria Rain und trampelten dabei ganze Felder nieder. Die Bauern waren darüber nicht erfreut, gingen aber am Ende trotzdem in die Kapelle, um zu beten. Als sie wieder herauskamen, waren die Gras- und Getreidehalme auf ihren Felder wieder aufgerichtet. Nur auf dem Acker eines Bauern blieben sie geknickt – er hatte vorher sehr geschimpft und sogar Gott gelästert. Der Betroffene schämte sich über die Strafe des Himmels sehr und schwor, an Ort und Stelle eine schöne Kirche statt der kleinen Kapelle zu bauen, wenn sich auch sein Gras wieder aufrichten würde. Dies geschah und der Bauer legte mit dem versprochenen Ausbau den Grundstein für die heutige Wallfahrtskirche Maria Rain.

Historisch belegt ist die Story natürlich nicht. Einsiedler wird es aber wohl gegeben haben. Sie waren im Alpenraum einst keine Seltenheit.

 

Rätselhafte Ruine

Wer mit offenen Fragen leben kann, folgt dem Weg, zu dem der Steig zur Einsiedlerhöhle abzweigt, etwa 400 Meter talwärts. An einem Bach, der in die Drau mündet, steht dort eine Ruine, über die sich wenig (ehrlich gesagt: gar nichts) herausfinden lässt. Die Lage lässt zunächst eine Mühle vermuten, Untersuchungen des Geländes mit einem Metalldetektor haben allerdings metallhaltige Schlacke zutage gefördert. Hier wurde also wahrscheinlich eine Schmiede betrieben, vielleicht sogar – mit der Kraft des Wassers – eine kleine „halbautomatische“ Hammerschmiede. 

 

Pfahlbauten im Keutschacher See

Ein echter Lost Place, aber leider unsichtbar sind die Pfahlbauten im Keutschacher See. Die Überreste der Siedlung aus der Jungsteinzeit befinden sich auf der Kuppe einer Insel, die früher zum Teil aus dem See herausragte. Mittlerweile liegt sie aber knapp zwei Meter unter Wasser. Wegen ihrer großen Bedeutung zählen die archäologischen Funde seit 2011 zum UNESCO-Welterbe. Nur spekulieren können die Forscher, was die Größe des Dorfes vor 6000 Jahren betrifft. Sie haben bisher 1684 Pfähle gezählt, aber es lässt sich natürlich nicht herausfinden, ob alle Hütten aus derselben Zeit stammen und durchgehend bewohnt waren. Fest steht hingegen, dass die Kärntner „Insulaner“ bereits Kupfer verarbeitet und damit höchstwahrscheinlich Handel getrieben haben. Der hohe Arsengehalt von Kupferobjekten aus dem Mondsee stimmt mit jenem der Funde aus Keutschach überein. Warum sich die Menschen in Pfahlbauten niedergelassen haben, bleibt fraglich. Vielleicht fühlten sie sich dort besonders sicher, weil die Siedlungen gut zu verteidigen waren. Oder es ging um Mobilität: Waren ließen sich auf dem Wasserweg damals leichter transportieren als auf noch nicht vorhandenen Straßen.

Pfahlbauten am Keutschacher See

 

Goldgrube  |  a u ß e r t o u r l i c h 

Ein zunächst 500 Rad- und dann noch etwa 700 Fuß-Meter langer Abstecher bergwärts führt bei Plescherken in ein Waldstück, in dem Schatzsucher Spuren hinterlassen haben. Spätestens ab dem 18. Jahrhundert wurde hier nach Kupfer, Blei, Zink, Silber und Gold geschürft. Am auffälligsten sind die vielen Pingen. Dabei handelt es sich um trichterförmige Krater im Waldboden. Manche haben nur drei, andere bis zu sieben Meter Durchmesser. Sie sind Überreste eines primitiven Tagbaus: Man hat einfach ein Loch in den Boden gegraben und herausgeholt, was zu holen war. Mittlerweile wachsen in den Pingen wieder Bäume und sie unterscheiden sich bis auf die Kraterform nicht vom Rest des Waldes. Sorglos herumspringen sollten man in diesen trotzdem nicht. Es gibt Gegenden, in den die Trichter durch den Zusammenbruch darunter verlaufender Stollen entstanden sind. Dieser Sicherheitshinweis gilt übrigens weltweit.

Das historische Wissen um die Vorgänge im Wald voller Pingen ist dürftig. Die ersten urkundlichen Erwähnungen des Bergbaus in Plescherken stammen erst aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Von 1759 bis 1762 stand er demnach unter Frohnfreiheit. Die Blei- und Silberausbeute war so gering, dass die Betreiber keine Pacht abliefern mussten. Wirtschaftlich ebenfalls erfolglos verlief 100 Jahre später die groß angelegte Suche eines laut zeitgenössischen Quellen „Pariser Unternehmers“ nach Gold. 1868 wurde der Betrieb endgültig stillgelegt. Nördlich der Pingen wird das Gelände steiler. Dort sind noch drei Stollen zu finden. Der geräumigste führt nur etwa vier Meter in den Berg hinein. Eine Feuerstelle und Müll weisen auf eine neuzeitliche Nutzung als Party-Location hin.

 

ACHTUNG: Unter der Stromleitung an der Straße beginnt der Weg Richtung Nordosten, über den man nach etwa zehn Minuten Fußmarsch das alte Bergwerksgelände erreicht. Die Pingen und Stollen sind links und rechts der Wege im Wald „verteilt“. Taschenlampe zum Hineinleuchten nicht vergessen! Stollen keinesfalls betreten!

 

Kathreinkogel  |  a u ß e r t o u r l i c h 

 

Ein längerer, aber lohnender Abstecher - sofern du Lust dazu hast.  Ansonsten empfiehlt sich alternativ eine kurze Wanderung auf den Kathreinkogel an einem anderen Tag.  Ausgangspunkt ist immer die direkt an der Route gelegene Kreuzung der Farrendorfer Straße mit dem Katharinaweg, in den du abbiegst und bis zum letzten Bauernhof fahren kannst

Direkt an der Strecke liegt der durch seine Kegelform besonders markante Kathreinkogel. Kein Wunder, dass er Menschen seit jeher magisch anzieht. Der Berg war seit dem 7. Jahrtausend vor Christus besiedelt. Auf den Gipfel führt ein gut mit Infotafeln über die Geschichte der Gegend ausgestatteter Fußweg (Gehzeit zum Gipfel ca. 45 Minuten). Wenn man ihm folgt, kommt man z. B. an einem römischen Gräberfeld vorbei. 53 Bestattungen haben Archäologen hier untersucht. Einige Menschen sind demnach durch Gewalt ums Leben gekommen, wahrscheinlich bei Kämpfen. An einem Skelett stellte man einen Lanzeneinstich im Schädelbereich fest, an einem anderen einen Pfeileinschuss. Auf dem Gipfelplateau sind rund um die der heiligen Katharina geweihten Kirche Mauern des ebenfalls römischen Kastells zu sehen. Highlight für die meisten Besucher ist aber der sogenannte Wunschbaum viel jüngeren Datums. Die auf ihm hängenden Kärtchen, Tafeln und Zettel rühren Betrachter manchmal zu Tränen, können ihnen aber mit Wünschen wie „Ich möchte endlich in Pension gehen“ aber auch ein Lächeln abringen.

Am Kathreinkogel wird – nach 2000 Jahren Pause – mittlerweile auch wieder das Getreide Emmer angebaut. Es gehört wie Dinkel zu den ursprünglichsten Vertretern der Weizen-Familie und war ein Hauptnahrungsmittel der Römer. Emmer ist zwar in der Verarbeitung aufwändiger als moderner Weizen, allerdings viel besser vor schädlichen Umwelteinflüssen geschützt. Das Urkorn wird ab Hof verkauft und findet sich u. a. im St. Kathreiner Steinzeitbrot wieder. 

https://www.facebook.com/Urkorn.Emmer

 


Anreise

A2 Abfahrt Velden West, bzw. Velden Ost

B83 

Öffentliche Verkehrsmittel

S-Bahn Kärnten Linie S1, Haltestelle Velden am Wörthersee

Parken
  • Eissportzentrum Velden
  • Tennishalle Velden
  • Gebührenpflichtige Parkplätze Velden

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Allgemeine Infos

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