Vitalwanderweg 1 - Judenbruch, Wassenberg
Das Vitalwanderwegenetz der Stadt Wassenberg umfasst vier thematisch aufeinander abgestimmte Routen, die das historische Stadtzentrum umgeben. Vitalwanderweg 1 präsentiert sich als beschilderter Rundkurs,...
Das Vitalwanderwegenetz der Stadt Wassenberg umfasst vier thematisch aufeinander abgestimmte Routen, die das historische Stadtzentrum umgeben. Vitalwanderweg 1 präsentiert sich als beschilderter Rundkurs, der durch die charakteristische Parkanlage des Judenbruches verläuft. Hier entfalten sich alte Baumbestände, naturbelassene Wasserläufe und Teiche, die ein umfassendes Naturerlebnis ermöglichen.
Dieser Weg ist bioklimatisch und belastungsphysiologisch evaluiert. Er ist konzipiert für eine spezifische Form der Bewegungstherapie, die das individuell dosierte Gehen fokussiert. Ein prägnantes Merkmal bildet das intensive Landschaftserleben, das gezieltes Ausdauertraining und den Aufenthalt im Freien mit einer leistungsangepassten körperlichen Betätigung integriert.
Die Strecke ist durchgängig mit einem Wegelogo (V1-Judenbruch, hellblau) markiert und in beiden Richtungen begehbar. Eine ausführliche Wegbeschreibung bei dem kurzen Weg von 2,3 Kilometern ist nicht nötig, die Beschilderung ist gut zu verfolgen. Aber selbst wenn Sie ein Abzweigung verpassen, finden Sie recht schnell wieder auf den richtigen Weg.
Sie wandern vom Startort am Pontersonplatz leicht bergauf auf der linken Seite des Judenbruchs, parallel zum Gasthausbach, einem kleinen Wasserlauf, der mehrere Teiche rechts des Weges speist, wenden sich am Ende des Weges nach rechts, passieren ein Dammwild-Freigehege, biegen wieder rechts ab und folgen dann immer den sich windenden Weg durch das Judenbruch via der Beschilderung V1, queren zum Schluß den Gasthausbach und gelangen nach links wieder zurück zum Ausgangspunkt.
Das Judenbruch liegt in einem Tal zwischen der Burg und dem Wingertsberg und wird durchzogen von einem kleinen Wasserlauf, der mehrere Teiche speist. Bis ins 19. Jahrhundert hinein war der heutige Park ein sumpfiges Ödland.
Von 1870 bis 1890 wurde das Gebiet vom damaligen Besitzer der Burg Wassenberg, Oskar von Forckenbeck, und seinen Helfern zu einem für alle frei zugänglichen Park umgestaltet. Neue Wege wurden angelegt, die Teiche neu gestaltet und kleine Brücken führten über die Bäche. Neben den typischen Bäumen des Bruchwaldes pflanzte man eine Vielzahl von nicht heimischen Gehölzen. An den Teichen und Wegen wurden für Spaziergänger Bänke aufgestellt. Das einstige Sumpfgebiet verwandelte sich in einen Ort für Erholungssuchende.
1908 wurde mitten im Wald das Kloster der Vinzentinerinnen errichtet. Die Ordensschwestern wirkten segensreich in der Suchtbehandlung und Krankenpflege. Während des Zweiten Weltkrieges diente das Kloster als Lazarett, in der Nachkriegszeit als Krankenhaus und Entbindungsstation. Leider musste das Kloster 1977 zum Leidwesen vieler Wassenberger wegen erheblicher Bergschäden abgerissen werden. 1927 wurde der Park an einen Holzhändler verkauft, der ihn zum Teil rodete.
Zehn Jahre später kaufte ihn die Stadt Wassenberg. Vor allem ab der Jahrtausenwende wurde der Park gründlich gepflegt und umfangreiche Renaturierungsmaßnahmen werteten in zu einem fast perfekten Naherholungs- und Naturgebiet auf.
Mit ein wenig Wasser und den Wetterbedingungen angepasster Kleidung sind Sie bestens ausgerüstet für diese Tour.
"Hören" Sie auf Ihren Körper und nehmen unterwegs Rücksicht auf sich und andere.
Erreichbar über die B221.
In unmittelbarer Nähe, an der Kirchstraße vor dem Wehrturm, befindet sich die nächstgelegene Bushaltestelle. Der Busbahnhof Wassenberg ist 900 Meter entfernt und fußläufig in ca. 10 Minuten zu erreichen. Er wird von folgenden Buslinien angefahren: SB1, sowie Linien 404, 405, 409, 413 495 (Stand: 2019, Flyer Naturpark-Tor Wassenberg)
Kostenlose Parkmöglichkeit am Naturpark-Tor auf dem Pontorson-Platz (Navi: Pontorsonallee 16, 41849 Wassenberg).
Besuchen Sie das Zentrum Wassenbergs mit Relikten aus dem Mittelalter. Auch ein Aufstieg auf den Bergfried lohnt für einen herrlichen Blick über das Rurtal.
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