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BERGFEX: Sehenswürdigkeiten - Oststeirische Römerweinstrasse - Oststeiermark - Ausflugsziel - Sightseeing

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Oststeirische Römerweinstrasse

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Auf den Spuren einer 2000-jährigen Geschichte

Römerzeitliches entlang der Oststeirischen Römerweinstraße von SR Titus Lantos, Korrespondent der historischen Landeskommission für Steiermark.

Das Emblem der Oststeirischen Römerweinstraße, ein aus dem 2. Jhdt. datierender Weinkrug, stammt aus einem Römergrab in Hartensdorf. Dieser Ort liegt südlich der Wechselbundesstraße und benachbart den Weinort Gschmaier. Sein Fundort markiert etwa die Mitte zwischen den Eckpunkten Gleisdorf und Bad Waltersdorf. Aufbewahrt wird der Krug im Färberturm, dem Pischelsdorfer Heimatmuseum.

16 vor Chr. wird das keltische Königreich Noricum dem Römerreich einverleibt. 41-54 nach Chr. wird Noricum Zivilprovinz unter einem Statthalter mit der Hauptstadt Virunum (Kärnten). Im 1. bis 3. Jhdt. nach Chr. erfolgte eine dichte Besiedlung der Oststeiermark. Unser Gebiet lag im Einflussbereich Pannoniens, wenngleich die Grenze vermutlich die Lafnitz war. So hatten sich die Bewohner vor der Gründung Flavia Solvas (Leibnitz) 70 nach Chr. vorwiegend nach der Stadt Savaria (Steinamanger/Szombathely) orientiert. Nach F. Leskoschek war der Weinbau den steirischen Kelten lang vor Chr. Geburt bekannt. Auch Srabo und Cassius Dio berichten über den Weinbau in der heutigen Steiermark, vor der Inbesitznahme Noricums durch die Römer.

Die Funde von Reben in einem römischen Grabhügel des Schildbacherwaldes (Hartberg) sowie Darstellungen des Weinstocks auf Grabmälern in St. Johann bei Herberstein sind vor dem Regierungsantritt des Kaiser Probus (276 nach Chr.) zu datieren, dem die Legende "Die Einführung des Weinbaues" in Pannonien zuschreibt. Allerdings kann diesem Cäsaren die intensive Förderung durch Verbreitern und Veredeln von Kulturreben bescheinigt werden.

Es kann als erwiesen gelten, dass Römer oder romanisierte Kelten entlang der Römerweinstraße gesiedelt und für ihren Eigenbedarf Wein produziert haben!

So zieht sich die Archäologische Spur der Römerzeit von Gleisdorf - dem Beginn der Oststeirischen Römerweinstraße - über Hartberg bis nach Bad Waltersdorf.

Gleisdorf:
Keltoromanische Großsiedlung des 1. bis 4. Jhdt. nach Chr. mit
• Blockhäusern,
• Amphitheater
• Altar der Pferdegöttin Epone
• über 200 Grabstätten

Im örtlichen Heimatmuseum fand man vier römische Inschriftsteine und viele Keramische- aber auch Münzfunde. Die Spur der Grabinschriften entlang der Weinstraße führt weiter über Schloß Freiberg, Puch bei Weiz, Pischelsdorf nach St. Johann bei Herberstein, das eine markante Römersteinsammlung aus dem 1. bis 3. Jhdt. nach Chr. beherbergt. Im Innenhof vom Haus der Frauen (Kloster), Kirchenaußenwand, sowie ein Lebensbaum im Altartisch integriert. Diese Grabdenkmäler verweisen auf die zeitgleiche Römervilla an der Feistritz am Fuße des Weinbergs (Hirnsdorf), die mittels einer antiken Straße mit dem Kirchhügel von St. Johann bei Herberstein verbunden gewesen war, aber leider wieder zugeschüttet wurde.

Weiters belegen 9 röm. Inschriftsteine in Untertiefenbach und Kaindorf die Anwesenheit keltoromanischer Bewohner im Hartbergerland.
Hartberg selbst, am Fuße des prähistorischen Zentrums Ringkogel, der wie der Kulmberg bei Weiz seit der Jungsteinzeit als Siedlungsplatz gedient und in der Hallstattzeit (500 v. Chr.) als Fürstensitz ausgebaut war, weist ebenfalls viel Römerzeitliches auf. Unter der Stadtpfarrkirche steht ein Haus aus dem 1. Jh. nach Chr., in dem man Inschriftsteine aus Löffelbach vorfand! Als Schmuckstück kann die Löffelbacher Römervilla bezeichnet werden (2. bis 3. Jhdt. n. Chr.). Diese liegt am Fuße des einstigen politischen Zentrums Ringkogel, welcher ein großartiger Verwaltungssitz eines römischen Beamten war, der ohne weiteres mit sizilianischen Prunkbauten verglichen werden kann.

Bad Waltersdorf war einst ein römisches Siedlungszentrum und wichtiger Straßenknotenpunkt und ist heute eine Wellness Oase, ganz in der Tradition römerzeitlicher Erholung, wo man sich viele Stunden des Tages in öffentlichen Thermen aufhielt, dort speiste, ruhte und mit Bekannten plauderte.
Die aus dem 1. und 2. nachchristlichen Jhdt. stammenden Grabreliefs, unter ihnen die Darstellung einer Sella curulis (Reisethron eines höheren Staatsbeamten), zeugen von der Wohlhabenheit der provinzialrömischen Bewohner dieser Gegend. Diese Dinge werden perfekt in einem zeitgemäßen Museum neben der Kirche dokumentiert.

So steht am Anfang der Römerweinstraße die keltoromanische Großsiedlung in Gleisdorf und an ihrem Ende das damals schon mondäne Bad Waltersdorf.

Kontaktinformationen

Weiterführende Informationen:
http://www.oststeirische-roemerweinstrasse.at

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