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Pfarrkirche Scheiblingkirchen

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Die Kirche ist dem Hl. Rupert und der Hl. Magdalena geweiht (1147) und ist ein Rundbau, der dem Ort offensichtlich seinen Namen gab.

Über einen fast kreisrunden Grundriß ist mit Quadermauerwerk ein mächtiger Zylinder errichtet worden, dem im Osten eine halbkreisförmige Apsis vorgelagert wurde.

Pfarrkirche Scheiblingkirchen
Rundbau der Kirche Scheiblingkirchen mit Kegeldach

Rundbau und Apsis tragen Kegeldächer wobei die Apsis infolge der im Jahre 1656 über dem Hauptraum aufgeführten Mauer um die ganze Dachhöhe niedriger und mit einem First mit dem Hauptraum verbunden ist. Der massige Rundbau wird durch ein Gurtgesims in zwei Zonen gegliedert, wobei die obere vor der Überhöhung 1/5 des Baues einnahm. Eine vertikale Gliederung ist durch Lisenen mit aufgesetzten Halbsäulen gegeben, die mit ihren Basen auf einen Sockelgesims ruhen und bis zum Gurtengesims reichen. Die Gliederung der Apsis erfolgt ebenfalls durch zwei solche Lisenenhalbsäulen. Auch diese reichen bis unter ein Gesimse, das im Vergleich zu dem des Hauptbaues um ca. 1,5m tiefer liegt.

Die Mauerstärke des ursprünglichen Hauptraumes beträgt fast zwei Meter, die der Apsis ist etwas geringer. Die später über dem Hauptbau aufgeführte Mauer hat nur eine Stärke von ca. 60 cm; sie wird von 18 schießschartenähnlichen Öffnungen in willkürlicher Anordnung durchbrochen. Die heute in den Bau geschnittenen Fenster sind späterer Herkunft, wobei das Fenster in der Hauptachse der Apsis im Zuge von Restaurierungsarbeiten von innen zugemauert wurde und daher nur mehr von außen sichtbar ist. Betritt man nun die Kirche, bietet sich dem Beschauer ein für eine Dorfkirche imposanter Anblick.

Der runde Bau mit seinen im Halbkreis geschlagenen Diagonalgurten erweckt vielfach schon wegen dieser Gewölbeform Interesse. Die breiten Bandrippen schneiden sich im rechten Winkel und enden in einer Höhe von 4m in sich breit nach vorne wölbenden Konsolen. Es ist deutlich zu sehen, daß kein kreuzförmiges Mittelstück gefertigt wurde, sondern daß eine Rippe durchläuft und die andere beidseitig angefügt wurde.

Der Blick nach vorne zeigt die kleine halbkreisförmige Apsis (durch die Mauerstärke des Hauptraumes mit verlängerten Schenkeln) mit stark ansteigender Kalotte. Der Triumphbogen ist unregelmäßig, möglicherweise durch Setzungen an einigen Stellen leicht verschoben. Gefertigt wurde er aus gleichmäßigen Quadern.

Erwähnenswert, jedoch nicht zum romanischen Bestand der Kirche gehörend, sind teilweise erhaltene Fresken aus dem Mittelalter, und zwar in der Apsis ein Pantokrator aus der Zeit um 1300 und eine Marienkrönung über dem Triumphbogen aus dem dritten Viertel des 14. Jahrhunderts sowie auf der Südseite vermutlich ehemalige Fensterumrandungen.

In späterer Zeit erfolgte auch der Zubau der Orgelempore. Sie ist durch zwei Pfeiler gestützt und links und rechts mit Wandverstärkungen an die ursprüngliche Kirchenwand angefügt.

Die Inneneinrichtung ist geschmackvoll, stammt durchwegs aus neuerer Zeit, mit Ausnahme der Kanzel, die um 1800 zu datieren ist.

In einer Außenkapelle (rechts vom Eingang der Kirche) ist der sogenannte "Römerstein" als kleiner Altar eingemauert. Nach mehreren Untersuchungen des Steines wurde festgestellt, daß er nicht aus der Römerzeit, sondern wahrscheinlich aus dem 13. oder 14. Jahrhundert stammt.

Die Inschrift dieses Grabsteines oder Gruftdeckels lautet: CORPORE TVO I(nfra) SERATO V(ir)GO PIA (d.h.: Indes dein Leib da unten eingeschlossen ist, bist du, Jungfrau Sophia, dort eine selige Jungfrau). In dem Grab dürfte eine Angehörige des Geschlechtes auf der Gleissenburg beigesetzt gewesen sein.

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