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BERGFEX: Sehenswürdigkeiten - Wiederaufbau einer keltischen Stadt - Schwarzenbach - Ausflugsziel - Sightseeing

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Wiederaufbau einer keltischen Stadt

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Eine keltische Stadt wird mit neuem Leben erfüllt

Der Wiederaufbau einer keltischen Stadt am Burgberg in Schwarzenbach/Niederösterreich durch VIAS-Vienna (Institute for Archaeological Science)

Das Oppidum Schwarzenbach

In Schwarzenbach in der Buckligen Welt legten die Kelten im 2. Jh.v. Chr. eine der größten stadtartigen Ansiedlungen des Ostalpenraumes an. Es ist anzunehmen, dass die Bewohner Adelige und Händler, aber auch Handwerker und Bauern waren. Mit großer Wahrscheinlichkeit wurden hier auch die ausgeschmolzenen Eisenerze der Oberpullendorfer Bucht weiterverarbeitet und verhandelt. Das Oppidum von Schwarzenbach weist eine Innenfläche von etwa 15 ha auf und war an allen Seiten von einer bis zu 10 m hohen Stadtmauer geschützt.

Die Wehrmauer

Diese Stadtmauer ist heute noch gut als verstürzte Wallanlage im Gelände erkennbar. Die Konstruktion derselben bestand aus einer massiven Reihe von blockbauartig zusammengefügten Holzkästen, die mit Erd- und Steinmaterial verfüllt wurden. An der Außenseite wurden mächtige Eichenstämme mit Abständen von etwa 150 cm aufgestellt, die man an ihrer Unterseite bis zu 2 m tief im Boden verankert hatte. Den Zwischenraum bildeten Steinlagen in Trockenmauertechnik, an die oben eine Brustwehr aus Holz anschloss.

Archäologische Forschungen

Seit mehr als 14 Jahren führt die Universität Wien in Schwarzenbach archäologische Ausgrabungen durch VIAS-Vienna Institute for Archaeological Science durch, wobei neben der prähistorische Befestigungsanlage auch mehrere Gebäudestrukturen von Wohn- und Wirtschaftsgebäuden untersucht wurden. Eine archäologische Prospektion mit Magnetik erbrachte eine Art Röntgenbild des Bodens, die zeigt, dass beinahe die gesamte Innenfläche der keltischen Stadt mit Häusern verbaut war. In der Stadt befanden sich Händler- und Handwerkerviertel genauso, wie die Anwesen von Kriegern und vornehmen Adeligen. Erst im letzten Jahr konnten Werkstattbereiche angegraben werden, wo man wahrscheinlich Glasperlen und Bronzegegenstände angefertigt hat. Bereits im Jahr 1994 konnte ein Teilbereich der Befestigungsanlage mit hinten angesetztem Wehrgang rekonstruiert werden.

Keltenfest Schwarzenbach

Seit mehreren Jahren veranstaltet die Gemeinde Schwarzenbach zur Sommersonnenwende im Juni ein dreitägiges Keltenfest, wo keltisches Handwerk, keltische Musik und keltische Schmankerln geboten werden. In den letzten Jahrenfanden jeweils an die 8000 Besucher den Weg in die keltische Stadt. Das Keltenfest 2006 fand in der Zeit vom 16. 6. 2006 bis zum 18. 6. 2006 statt.

Keltisches Freilichtmuseum Schwarzenbach

Die Präsentation des keltischen Lebens soll nun in Schwarzenbach zur Dauereinrichtung werden. Deshalb hat die Gemeinde das VIAS-Vienna Institute for Archaeological Science mit der Errichtung eines archäologischen Freilichtbereichs betraut, auf dem in Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt ein Teil der keltischen Stadt wieder aufgebaut wurde.

Voraussetzungen für einen wissenschaftlich vertretbaren Wiederaufbau waren ein intensives Studium der eisenzeitlichen Werkzeugkultur, sowie der archäologischen Baubefunde. Ziel bei der Errichtung der Anlage war eine weitestgehende Authentizität. Die Rekonstruktion basieren auf den archäologischen Grabungsergebnissen.Es wurden nur solche Baumaterialien verwendet, die auch in der Eisenzeit zur Verfügung standen. Der Einsatz der verschiedenen Holzarten sowie der Holzverbindungstechniken und die dabei entstehenden Arbeitsspuren orientieren sich ander eisenzeitlichen Holztechnologie.

Im August 2002 konnte mit der Errichtung des geplanten archäologischen Freilichtmuseums begonnen werden. Im Frühjahr 2005 wurde dieses fertiggestellt. Das Arbeitsteam unter der Leitung von Mag. Wolfgang Lobissersetzte sich aus Archäologen und aus Holzhandwerkern zusammen.

Das Freilichtmuseum soll Einblicke in das Alltagsleben der eisenzeitlichen Bevölkerung im 2. und 1. Jahrhundert v.Chr. vermitteln, wobei neben der Architektur der Gebäude die ökonomischen Grundlagen der Menschen dieser Zeit und das Handwerk in einer keltischen Stadt im Vordergrund stehen sollen.

Die archäologischen Befunde

Die Architekturmodelle wurden vor allem nach archäologischen Befunden von Schwarzenbach konzipiert und errichtet. Die Rekonstruktion der Holzbauteile und Holzverbindungstechniken orientiert sich auch an inneralpinen Befunden. Bei den Aufbauarbeiten kamen in erster Linie nachgeschmiedete keltische Werkzeuge zum Einsatz. Als Vorbilder dienten hier vor allem Werkzeugfunde des Ostalpenraums. Soweit diese aus der Archäologie bekannt und argumentierbar sind, sollen im Inneren der Gebäude originalgetreue Nachbildungen von Gegenständen und Gerätschaften einen Eindruck von den Wohn- und Arbeitsverhältnissen vermitteln.

Die rekonstruierten Gebäude

Das Freilichtgelände am Burgberg in Schwarzenbach besteht letztlich aus sieben Gebäuden, sowie aus mehreren anderen rekonstruierten Objekten wie Garten- und Zaunanlagen. Diese erlauben dem Besucher Einblicke in verschiedene Bereiche des keltischen Lebensalltags. Es wurden unter anderem ein Handwerkerhaus in Pfostenbautechnik mit Riegelwänden aus Eichenholz, ein Speicherbau mit Blockwänden auf Schwellbalken in Fichte, eine Töpferhütte auf Pfosten und ein großes Wohnhaus in Ständerbautechnik mit Riegelwänden aus Nadelholz errichtet. Des Weiteren ein Backhaus, ein Stallgebäude, sowie ein weiteres Wohnhaus, in dem Kinder- und Jugendgruppen die Möglichkeit geboten wird, im Freilichtmuseum zu übernachten.

Eröffnung des keltischen Freilichtmuseums

Am Sonntag den 19. 6. 2005 wurde das archäologische Freilichtmuseum in einem feierlichen Akt offiziell der Öffentlichkeit übergeben. Da bevölkerten keltische Krieger, Händler und Handwerker die keltische Stadt. Die Gemeinde Schwarzenbach will mit dieser Freilichtanlage ein Ausflugsziel schaffen, das für Gäste und Einheimische in gleicher Weise eine Bereicherung des Freizeit- und Bildungsangebots für die ganze Familie mit sich bringt.

Keltische Werkzeuge aus Roheisen:

Für die praktischen Arbeiten wurden Werkzeuge nach keltischen Vorbildern angefertigt. Das Werkzeugspektrum umfaßte große Tüllenäxte, Lappendechsel, Ziehmesser, Löffelbohrer, Stemmbeitel, Zugsägen und Reißnadeln. Im Zuge der Arbeiten wollten die Wissenschaftler herausfinden, welche Werkzeugtypen sich für bestimmte Arbeiten besonders gut eigneten bzw. wo die Grenzen der Leistungsfähigkeit des keltischen Holzhandwerks lagen. Die Vorstellung, durch praktische Experimente mehr über das Leben dere Vergangenheit zu erfahren ist beinahe so alt wie die Archäologie selbst und wird als Experimentelle Archäologie bezeichnet.

Experimentelle Archäologie:

Experimentelle Archäologie ist wie kaum eine andere wissenschaftliche Methode geeignet, archäologische Interpretationen von Grabungsbefunden in der Praxis zu erproben. Gerade in den letzten Jahrzehnten spielen dabei Rekonstruktionen von Baubefunden eine immens wichtige Rolle, um ein möglichst vollständiges Bild vergangener Epochen zeichnen zu können. In diesem Sinne verstehen wir die Rekonstruktion von urgeschichtlichen Objekten als wichtigen Bestandteil der wissenschaftlichen Forschung.

Archäologische Freilichtmuseen:

Archäologische Freilichtmuseen erlebten in den letzten Jahren europaweit einen Boom, dessen Ende sich zur Zeit noch nicht absehen läßt, ein Trend, der besonders für die Archäologie eine große Herausforderung darstellt. In archäologischen Freilichtanlagen finden wir eine zeitgemäße Form der Wissensvermittlung. Rekonstruierte Häuser lassen sehr viel über ihre Bewohner und deren Wirtschaftsweise, sozialen Status und Broterwerb erahnen und geben so einen umfassenden Eindruck von denLebensumständen und vom Kulturniveau ihrer Zeit.

Täglich möglich:

Führung durch die keltische Wallanlage - haben sie schon gebucht?

Interessanter Tipp für geführte Gemeinde-, Firmen-, Pensionisten-, Schülerausflüge, etc. - Busreisen ab 25 Personen!

Jederzeit können Sie eine Führung durch die größte und besterhaltene keltische Wallanlage Österreichs buchen. Dieser Programmvorschlag ist beliebig abänderbar: Ankunft - 9.00 Uhr in Schwarzenbach vor dem Rathaus (Busparkplatz). Unser Reiseleiter begrüßt sie dort und fährt mit ihnen zur keltischen Siedlung. Die Führung durch die Wallanlage, wo keltische Gebäude rekonstruiert wurden, beinhaltet natürlich auch die Besteigung des 26 m hohen Museumsturmes der sich am höchsten Punkt des Geländes befindet. In diesem Turm sind archäologische Funde aus der Bronze- u. Eisenzeit ausgestellt. Vom Turm können sie die herrliche Aussicht in die Oberpullendorfer Bucht, zum Pauliberg (letzttätiger Vulkan Österreichs), Neusiedlersee, Rax, Hohe Wand, Schneeberg u.u.u. genießen. Anschließend können Sie bei einem unserer Gastronomen zu Mittag essen. Auf Wunsch kann auch ein Spanferkelessen organisiert werden. Auf Wunsch und Voranmeldung organisieren wir für Sie einen Bauernmarkt, wo die Einkaufsmöglichkeit für Grammeln, Bratwürste, etc. gegeben ist. Sollten Sie am Nachmittag noch Zeit übrig haben, möchten wir Ihnen unseren Vogellehrpfad in Ortszentrumsnähe, sowie weitere Ausflugsziele in unserer näheren Umgebung empfehlen (wie z.B. die Ruine Landsee, Schloß Kobersdorf, Museum im Schloß Lackenbach, Gedenkraum Hochwolkersdorf).

Wir freuen uns auf Ihren geschätzten Besuch und werden uns bemühen, Ihnen einen erlebnisreichen Tag bei uns zu organisieren.

Sie können die keltische Siedlung auch jederzeit als Einzelperson besuchen bzw. sich gerne bei einer Führung anschließen - Termine von gebuchten Führungen erfahren Sie im Gemeindeamt.

Wenn Sie uns ohne Führung besuchen, benötigen Sie lediglich für den Museumsturm eine 1-Euro-Münze, um durch ein Drehkreuz einzutreten.

Öffnungszeiten: April bis Oktober - Samstag, Sonntag und Feiertag von 10 bis 17 Uhr.

Info: Naturparkbüro Markt St. Martin – 0664 2039927 bzw.

Gemeindeamt Schwarzenbach
Markt 4
2803 Schwarzenbach
Tel1: +43 (2645) 5201
Fax: +43 (2645) 52017

gemeinde@schwarzenbach.gv.at

www.schwarzenbach.gv.at

www.celtovation.at

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