Königskogel und Proles: Stille Juwelen im Mürzer Oberland - BERGFEX - Wanderung - Tour Steiermark

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Königskogel und Proles: Stille Juwelen im Mürzer Oberland

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Königskogel und Proles:...

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Tourdaten
11,99km
833 - 1.566m
Distanz
1.008hm
1.008hm
Aufstieg
06:30h
 
Dauer
Kurzbeschreibung

Wer träumt nicht manchmal davon, an einem wunderschönen Tag am Wochenende ganz alleine unterwegs zu sein, dabei herrliche Landschaften in Stille zu genießen, Blumen in aller Ruhe zu bestaunen und Tiere völlig ungestört zu beobachten?
Königskogel und Proles haben all das zu bieten. Sie sind wunderschön und wirklich einsam. Und das wird wohl auch so bleiben, denn einen markierten Weg sucht man dort vergeblich. Eine Rundtour über alle vier ihrer Gipfel kann nur derjenige absolvieren, für den weglose Abschnitte kein Problem sind. Darum wird das Gipfelbuch am Großen Proles auch in Zukunft kaum mehr als ein bis zwei Einträge pro Woche erhalten.

Schwierigkeit
mittel
Bewertung
Technik
Kondition
Landschaft
Erlebnis
Ausgangspunkt

B23, Abzweigung der Forststraße ins Schwarzenbach-Tal



Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Beschreibung

Während der Große und der Kleine Königskogel mit ihren runden Formen geradezu malerisch in der Landschaft stehen, bricht die Proleswand 200 Meter fast senkrecht in die Tiefe ab. Ihr verdankt der „Große“ Proles wohl auch seinen Vornamen, denn eigentlich ist der Kleine Proles der höhere der beiden Gipfel. Was den Namen „Proles“ selbst betrifft, so lässt sich seine Herkunft nur schwer deutet und auch das grammatikalische Geschlecht ist unklar.
Die Proleswand und ihre Fortsetzung als Bockmauer machen es auch fast unmöglich, den Kreis einer Rundtour über alle vier Gipfel zu schließen – aber eben nur fast, denn eine kleine Schwachstelle gibt es doch im Felsenabbruch und diese kann man für einen Abstieg nutzen. Von unten aus dem weglosen Bergwald kommend wäre diese Stelle auf Anhieb allerdings wohl kaum zu finden, weshalb sich die hier beschriebene Tour wohl nur dann umdrehen lässt, wenn man die Route bereits kennt.
Weglos ist auch bereits ein guter Teil des Aufstieges auf den Großen Königskogel, aber dennoch erstaunlich einfach, selbst wenn man die Route nicht als Skitourengeher vom Winter her kennt.
Die Kammwanderung, die auf den sanften Hängen des Großen und des Kleinen Königskogels beginnt, wird selbst über der Proleswand nicht zu einer Gratwanderung, denn nach Norden zu verlaufen der Kleine und der Große Proles relativ flach, sodass diese Route nirgends wirklich ausgesetzt ist.

Wegbeschreibung:
Der Aufstieg auf den Königskogel folgt im Wesentlichen der Route des Skiaufstiegs im Winter. Man geht vom Ausgangspunkt auf der Forststraße am Schwarzenbach entlang taleinwärts und kommt an einer Jagdhütte vorbei, vor der sich eine große Blumen-Wiese befindet. Bald erreicht man eine Linkskehre mit einer Brücke über den Bach. Kurz hinter dieser Kehre sieht man rechts, von Süden kommend, ein sehr schmales, fast schluchtartiges Tal im Wald, das die nachfolgende Aufstiegsrichtung vorgibt. Wenige Meter nach diesem Tal dreht die Forststraße leicht nach rechts. Man verlässt die Straße hier und steigt über die Böschung in den Wald nach rechts hoch. Weglos geht es anschließend im lichten Hochwald direkt nach oben. Kurz vor dem Erreichen des Bergkammes wendet man sich ein wenig nach rechts und gelangt zu einem Sattel, der das obere Ende des vorhin erwähnten schluchtartigen Tales darstellt.
Vom Sattel aus geht man nach rechts (Westen) weiter und folgt den Steigspuren, die flach zwischen alten Baumstämmen hindurch führen, bis man auf Felsen trifft, den man links umgeht. Die zweite und größere Felsformation kurz dahinter wird auf einer deutlichen Pfadspur rechts umgangen. Danach steigt man wenige Meter weit schräg nach links hoch und erreicht eine Forststraße, der man in westlicher Richtung ca. 1 km weit bergauf folgt.
Nach der Überquerung eines kleinen Baches sieht man links eine steile Forstaufschließungsrampe, der man bergwärts (nach Süden) folgt. Die Rampe wird zur Fahrspur, die zunächst steil ansteigt, sich dann aber nach rechts wendet und flach durch lichten Wald hindurch führt, bis sie an einem kleinen Wendeplatz endet. Von hier steigt man im Wald weglos schräg bergauf in westlicher Richtung weiter und überquert dabei eine markante Wasserrinne. Dahinter erreicht man einen schwach ausgeprägten Rücken im Buchenwald, dem man nach oben folgt, bis die Bäume lichter werden und man einen Weidezaun erreicht. Der Zaun weist keinen Durchgang auf, er ist jedoch am mächtigen Stamm eines uralten Bergahorns fixiert, wo er einfach überstiegen werden kann. Nun hat man das breite Kar unter dem Kleinen Königskogel erreicht, in dem auch ein Bach entspringt. Dieses Kar führt zunächst flach, dann immer steiler bergwärts, bis man am Rand von dichtem Erlenbewuchs den breiten Sattel zwischen dem Großen und dem Kleinem Königskogel erreicht hat.
Vom Sattel aus geht es nach Osten auf einem Kuhsteig hinein in die Nordflanke des Großen Königskogels und weiter nach rechts hinauf auf seinen Gipfel.
Vom Großen Königskogel kehrt man auf den Sattel zurück und steigt auf der anderen Seite im Westen über einen breiten Rücken zum Gipfelkreuz des Kleinen Königskogels hinauf.
Vom Gipfel des Kleinen Königskogels aus geht man am Kamm nach Norden bergab bis zu einem Felsturm, den man links steil bergab umgeht. Etwas tiefer trifft man auf einen breiten Kuhsteig, der unter den Felsen zurück auf den Bergrücken und dort weiter bergab führt. Kurz vor einem Sattel trifft man auf den markierten Wanderweg, der von der Königsalm in die Frein führt.
Man folgt dem markierten Weg durch den Wald bis zu einer Lichtung und verlässt ihn dort wieder, um rechst direkt am Rücken weiterzugehen, bis man einen weiteren Sattel mit einer breiten Wiese erreicht hat, die „Krautgarten“ genannt wird und bereits direkt unterhalb des Gipfels des Kleinen Proles liegt. Man überquert die Wiese und steigt über einen Trockenrasenhang sehr steil direkt in Richtung Gipfel hoch, ohne dabei nach rechts in die Törlleiten hinein zu queren. Unterhalb des felsigen Gipfelaufbaus erstreckt sich eine kleine Baumgruppe nach Osten und darunter trifft man auf eine Grasrampe, die steil nach rechts oben führt (Steinmann), wo man anschließend noch einen kurzen Hang queren muss, bevor man eine markante alte Steinmauer am Proles-Kamm erreicht. Nach Westen gelangt man von hier aus in wenigen Minuten auf den Gipfel des Kleinen Proles, der eine sehr schöne Aussicht bietet.
Der Übergang vom Kleinen zum Großen Proles folgt zunächst dem Verlauf der Abbruchkante nach Osten, vorbei an der vorhin erwähnten Steinmauer, und führt in eine schrofendurchsetzte Wiese, die sich nach links unten zieht. Im unteren Bereich verlässt man diese Wiese wieder nach rechts und erreicht durch einige Bäume hindurch wieder die Abbruchkante, der man in offenem Gelände nach unten auf einen Sattel folgt. Auf der anderen Seite des Sattels führen Steigspuren nahe der Abbruchkante nach oben, bis man den Gipfel des Großen Proles mit seiner Gipfelbuch-Kassette erreicht hat.
Der Abstieg vom Großen Proles nach Osten erfolgt direkt an der Abbruchkante oder wenige Meter daneben im Wald auf deutlichen Steigspuren. Hier werden die Felsformationen der Proleswand immer eindrucksvoller und es bieten sich mehrfach auch spektakuläre Tiefblicke. Die Steigspuren enden schließlich am oberen Ende einer großen Lichtung, an deren östlichem Rand ein markanter Hochsitz steht. Für den nun folgenden Verlauf der Route bis zum Durchstieg nach unten bei der Bockmauer gilt, dass man im Wesentlichen immer der Abbruchkante in Richtung Osten folgt, je nach Vegetationsdichte und Unterholz aber mehr oder weniger weit nach links ausweicht, um dem Weg des geringsten Widerstand zu folgen. Am Hochsitz auf der ersten Lichtung unter dem Großen Proles geht man links vorbei und erreicht kurz danach eine weitere Lichtung, die nach links unten zunehmend steiler wird. Beim Abstieg über diese Lichtung hält man sich bis ganz unten an ihrem rechten Rand und erreicht nach einer Engstelle einen sehr breiten Sattel mit einer ebenen Wiese von fast 200 Metern Länge, die ziemlich genau in ihrer Mitte eine kleine Doline aufweist und weiter in Richtung Abbruchkante eine große. Wenn das Gras hoch ist, lässt sich diese Wiese am einfachsten an ihrem linken Rand passieren. Am östlichen Ende der Lichtung erreicht man wieder die Abbruchkante, wo Steigspuren nach links (Osten) zu einer weiteren Lichtung führen, an deren rechtem Rand ein kleiner Hügel steht. Unterhalb des Hügels erstreckt sich ein altes Windbruchgebiet. Wenn man sich beim Abstieg links des Hügels hält, trifft man auf eine grasbewachsene Rampe, die zunächst in Falllinie, dann schräg und immer flacher werdend nach unten führt. Auf dieser Rampe (einem alten Ziehweg) kann man über eine Linkskehre bequem bis zum nächsten Sattel absteigen, wo sich die Rampe nach links (Norden) unten wendet. Hier wäre es über die Rampe bergab nicht weit bis zu einer Forststraße, die hinunter in die Frein und zum Freinerhof führt. Man verlässt jedoch die Grasrampe und überquert die Lichtung schräg nach rechts, bis man wieder die Felsen der Abbruchkante erreicht hat. Erneut führen Steigspuren oberhalb der Felsen entlang, das Vorankommen wird hier jedoch immer wieder von alten Baumstämmen erschwert, die quer liegen. An der Kante entlang nach Osten geht es weiter bergab, bis sich nach rechts unten ein deutlich sichtbarer, aber ziemlich steiler Durchstieg durch die Bockmauer auftut, der mit zwei Steinmännern markiert ist. Über Schrofen steigt man schräg nach unten zu einer Felsnische ab und wendet sich dann scharf nach rechts, wo es über eine kurze Felsstufe zum Wandfuß hinunter geht. Man befindet sich nun fast am östlichen Ende unterhalb der Proleswand und folgt einer deutlichen Steigspur, die nach Westen und leicht bergauf der Wand im Abstand von ca. 20 Metern folgt. Die Steigspur verliert sich bald und man muss im nächsten Abschnitt der Route erneut weglos navigieren. Es geht nun darum, einen schwach ausgeprägten Rücken im Wald zu erreichen, der sich von der Proleswand in Richtung Südosten nach unten zieht. Man folgt dazu dem Verlauf des Wandfußes oberhalb eines Windbruchs waagrecht so lange, bis man von immer dichter werdenden Fallholz und Jungwald nach links unten abgedrängt wird. Dem Weg des geringsten Widerstandes folgend steigt man schräg nach unten ab und versucht, so weit wie möglich rechts zu bleiben, bis man schließlich den Rücken im Wald erreicht hat und ihm folgend gerade nach unten durch den Wald absteigt. Der Rücken wird zunehmend flacher und weist sogar einen ganz kurzen Gegenanstieg auf, um danach wieder steil zu werden. Darunter gelangt man zu einem deutlich ausgeprägten Wildwechsel, der vermutlich früher einmal ein Jagdsteig war und den gesamten Rücken fast waagrecht quert. Diesem Steig folgt man nun nach rechts und erreicht sehr bald eine alte Forstaufschließungsrampe, der man nach links bergab folgt. Nach einigen Kehren mündet der Aufschließungsweg in eine großen Forststraße, die nach links unten in einem weiten Bogen zum Jagdhaus im Graben des Schwarzenbach-Tales und zurück zum Ausgangspunkt führt.

Höchster Punkt
1.566 m
Zielpunkt

B23, Abzweigung der Forststraße ins Schwarzenbach-Tal


Ausrüstung

Wanderausrüstung.
In jeden Rucksack gehören: Regen-, Kälte- Sonnenschutz, Erste-Hilfe-Paket, ausreichend Flüssigkeit und eine Wanderkarte der Region.

Sicherheitshinweise

Fast die gesamte Tour ist unmarkiert. Man sollte daher geübt sein darin, im freien Gelände selbständig eine oft weglose Route zu finden. Ein Navi oder eine Handy-App kann dabei hilfreich sein.
Der Abbruch der Proleswand nach Süden ist steil und tief. Die hier beschriebene Tour verlangt in diesem Bereich daher gute Sichtverhältnisse.


Anreise

S6 bis Abfahrt Mürzzuschlag, B23 über Neuberg an der Mürz nach Mürzsteg und weiter in Richtung Frein/Lahnsattel. Wenn man das Gasthaus Gamsjäger passiert hat, zweigt ca. 1500 m danach rechts eine Markierungab, die durch den Alplgraben zur Lehrerhütte auf der Schneealm führt (gelbes Hinweisschild). Ungefähr 600 Meter weiter zweigt von der Bundesstraße nach links in den Wald ein Forstweg,d er ins Schwarzenbach-Tal führt. Diese Abzweigung ist der Ausgangs- und Endpunkt der Tour.
Wenn man vom Lahnsattel auf der B23 kommt, fährt man nach Frein durch einen kurzen Tunnel. Ungefähr 800 m nach diesem Tunnel liegt sich rechts der Straße ein großer Parkplatz und 150 m weiter der Ausgangspunkt.

Öffentliche Verkehrsmittel

Mit dem Zug nach Mürzzuschlag (Intercity-Haltestelle) und von dort mit dem Bus bis Mürzsteg und weiter in Richtung Frein.

Parken

Parkmöglichkeit für 2-3 Autos direkt am Ausgangspunkt; eine großer Parkplatz befindet sich neben der Straße ca. 150 m weiter in Richtung Frein.


Quelle
Wolfgang Drexler
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Wegbeschaffenheit

Asphalt
Schotter
Wiese
Wald
Fels
Ausgesetzt
Verkehr

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