Hinterer Polster über Schönbergkar und Karlstein - BERGFEX - Wanderung - Tour Steiermark

Wanderung

Hinterer Polster über Schönbergkar und Karlstein

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Hinterer Polster über...

Wanderung

Tourdaten
20,88km
1.749hm
10:30h
881 - 2.057m
1.749hm
Distanz
Aufstieg
Dauer
Kurzbeschreibung

Diese Tour führt in eine Region des Hochschwabs, in der sonst nur Steinböcke unterwegs sind. Entsprechende Ausdauer und Geländegängigkeit sind daher unbedingt erforderlich.

Schwierigkeit
schwer
Bewertung
Technik
Kondition
Landschaft
Erlebnis
Ausgangspunkt

Gasthof Bodenbauer



Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Beschreibung

Das Schönbergkar bietet einen offiziell nicht markierten Aufstieg auf das Plateau des Hochschwabs, der nicht nur sehr effizient ist, sondern auch durch besondere landschaftliche Schönheit besticht. Erfreulicherweise ist der Pfad dort recht gut erhalten und mit zahlreichen Steinmännern sowie Rotpunktmarkierungen gekennzeichnet.
Der gesamte weitere Verlauf der Route über den Hinteren Polster bis zum Murmelboden hingegen ist unmarkiert. Zunächst dominieren noch offene und sanfte Landschaftsformen, die sich von den Hundsböden über die Speikböden bis zum Karlstein hinziehen. Danach ist das Gelände im Bereich der Hochalm rings um eine alte Jagdhütte von dichten Latschenbeständen geprägt, die nicht immer ganz leicht zu durchdringen sind. In der Gipfelregion des Hinteren Polsters befindet man sich schließlich in einer ausgeprägten Karstlandschaft, die besonders beim Abstieg in den Murmelboden auch ziemlich rau wird. In dieser Felswildnis ist große Vorsicht und umsichtiges Navigieren erforderlich.

Wegbeschreibung:
Beim Bodenbauer folgt man der Hinweistafel „Hochschwabgipfel“ und geht bei der ersten Weggabelung rechts am markierten Weg in Richtung „Trawiesalm/G’hacktbrunn“. Unter der Hundswand überwindet der Pfad eine erste Steilstufe im Wald. Dort, wo der Weg nach einer Linkskurve wieder flach wird, steht links ein unauffälliger Steinmann. Hier führt ein zunächst nur schwach ausgeprägter Steig in den lichten Hochwald. Bald trifft man auf Rotpunktmarkierungen und der Pfad führt in Kehren steil über eine Geländestufe bergauf, wobei mehrfach umgefallene Bäume querliegen. Danach wird es wieder flacher. Der Steig wendet sich am Fuß von Schrofen nach links und führt schräg bergauf, bis er den Rand eines Latschenfeldes erreicht hat. Hier geht es in der Rinne eines stark erodierten Wasserlaufes nach oben (Steinmänner und rote Punkte), bis ein roter Pfeil auf einem Felsen nach links in die Latschen weist. Über ein kurzes Schotterfeld führt der Pfad in eine Latschengasse, danach geht es hinaus in offenes Schrofengelände und entlang von Rotpunktmarkierungen steil nach oben. Am linken Rand einer Blockhalde steigt man längere Zeit in der Vertikalen bergauf, an zahlreichen Rotpunktmarkierungen entlang bis zu einem Geländeübergang, danach neben Latschen flacher, aber weiter bergauf. Durch das sanfter werdende Schönbergkar führen rote Punkte nach links oben und bis auf einen grasigen Sattel. Von dort geht es über sanfte Murmeltierweisen schräg nach links oben weiter, bis man auf einen markierten Wanderweg trifft.
Dem markierten Weg folgt man nach rechts und bergauf bis zu eine Kurve nach rechts. Hier geht man geradeaus und weglos weiter, folgt zunächst einer kleinen Karstrinne nach Norden, wendet sich an ihrem Ende nach links auf einen grasigen Rücken und folgt diesem bald wieder nach rechts leicht bergab, bis man auf einen breiten Wiesensattel gelangt. Anschließend geht man annähernd waagrecht links unterhalb einer kleinen Felswand vorbei und vollführt im offenen Wiesengelände einen weiten Linksbogen, der auf den Karlstein hinaufführt.
Vom Karlstein aus geht man am Rücken weiter nach Westen in Richtung Karlkögerl, folgt alten Steinmännern bergab und durch eine Hangquerung bis in eine Scharte. Von der Scharte aus steigt man steil nach links unten ab und quert dann schräg nach rechts, um ein Jagdhaus anzusteuern, das man bereits von oben sieht.
Hinter den Ruinen beim Jagdhaus folgt man einer Wiesenrinne in südwestlicher Richtung steil bergauf und steuert ab hier eine kleine Felswand an, die hoch oben den untersten Ausläufer des Hinteren Polster bildet. Auf Steigspuren geht es durch ein Wiesenkar zwischen Latschen schräg bergauf, durch zwei enge Latschendurchstiege hindurch, einer davon kurz bergab, in eine weitere Wiesengasse, von wo aus man unterhalb der Felsmauer oben einen deutlichen Steig erkennt, der nach links oben führt. Diesen Steig steuert man an, durch eine karstige Grasrinne hoch zu einer kleinen Wiese, die von Latschen begrenzt ist. Der nachfolgende Latschendurchstieg ist vollständig zugewachsen, man muss daher einige Meter durch die Latschen manövrieren, bis sich diese bei einer kleinen Doline wieder öffnen und nach links oben den Weg freigeben, wo man den Wandfuß erreicht und auf einen alten Steig trifft. Dieser Pfad ist hier deutlich ausgeprägt und führt nach links oben auf einen kleinen Sattel und weiter zu einem felsigen Übergang, wo man nach links kurz bergab steigen muss, um der Steigspur weiter zu folgen, die halbrechts durch die Latschen wieder bergauf führt. Der nun nur mehr schwach ausgeprägte Pfad führt allmählich nach links in einen schrofigen Hang hinein und endet nach mehreren Latschendurchstiegen auf einem kleinen Felskamm. Hier wendet man sich scharf nach rechts oben, wo man eine kleine Latschenlichtung erreicht, aus der nach links ein Durchsteig hinausführt, womit man die Latschen hinter sich gelassen hat und nun am freien Bergrücken direkt nach oben weitersteigen kann. Über einen steilen Schrofenkamm geht es steil bergauf bis zu einem Sattel und von dort weiter über einen breiten Hang bis auf einen Vorgipfel. Dort folgt man dem Rücken nach rechts kurz bergab bis in den letzten Sattel unter dem Hinteren Polster, wo sich mehrere große Dolinen und Karstschächte befinden, und absolviert anschließend den sanften Schlussanstieg auf den Gipfel.
Vom Hinteren Polster aus folgt man zunächst dem Rücken auf einen Vorgipfel nach Westen und dann dem Kamm bergab bis zu einem ersten Sattel sowie über eine kleine Erhebung hinweg zu einem weiteren Sattel. Von dort steigt man steil nach links unten über grasige Schrofen ab (SG I+), durchquert das breite Kar nach rechts und steuert eine schluchtartige Vertiefung an seinem äußerst rechten Rand an. Über eine Grasschwelle hinweg steigt man in ein kleines Wiesenkar ab, wo nach links unten ein schmaler Ausgang steil hinunter in den Murmelboden führt. Den sumpfigen Murmelboden überquert man an seinem rechten Rand und geht dann auf schwachen Fahrspuren durch lichten Baumbestand weiter, bis man auf einen Fahrweg trifft und diesem nach links folgt. Nach einigen Kurven erreicht man die Einmündung des Wanderweges von der Sonnschienalm und kurz danach eine markierte Abzweigung nach links in Richtung Häuslalm, der man folgt. Von der Häuslalm folgt man dem markierten Abstieg in Richtung Bodenbauer und damit zurück zum Ausgangspunkt.

Höchster Punkt
Hinterer Polster (2.057 m)
Zielpunkt

Gasthof Bodenbauer


Rast/Einkehr

Häuslalm; Gasthof Bodenbauer

Ausrüstung

Wanderausrüstung.
In jeden Rucksack gehören: Regen-, Kälte- Sonnenschutz, Erste-Hilfe-Paket, ausreichend Flüssigkeit und eine Wanderkarte der Region.

Sicherheitshinweise

Der Abstieg vom Hinteren Polster führt über sehr steiles Schrofengelände (SG I+). Absolute Trittsicherheit ist hier unbedingt erforderlich.
Insgesamt ist die Orientierung auf dieser Tour nicht immer ganz einfach. Daher sollte man sie nur bei sehr guten Sichtverhältnissen unternehmen. Außerdem ist die Verwendung von GPS sehr zu empfehlen.

Tipps

Eine Übernachtung im Gasthof Bodenbauer nach dieser anstrengend Tour erspart die Heimfahrt am selben Tag.


Anreise

S6 (Semmering-Schnellstraße) bis Ausfahrt Kapfenberg, weiter auf der B20 (Seeberg-Bundesstraße) bis Thörl; oder von Norden auf der B20 über den Seeberg bis Thörl; Abzweigung in Thörl nach St. Ilgen und weiter durch Innerzwain zum Gasthof Bodenbauer am Ende der Fahrstraße.

Parken

Parkplatz beim Gasthof Bodenbauer.


Quelle
Wolfgang Drexler
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