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Ruine Zelking

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Die ehemalige Burg, die zusehends verfällt, liegt auf halber Höhe des Hiesberg-Hanges.

Der Beginn des Baues dieser ehemaligen Wehranlage durch die Hagenauer, die sich später nach dem Ort benennen, dürfte in den Anfängen des 12. Jhs. liegen. Diese, jetzt zur Ruine zerfallene Burganlage hat noch immer imposantes, aufrecht stehendes Mauerwerk.

Teile der Südmauer, welche schon seit Jahren nach Außen geneigt war, stürzten mit donnerndem Getöse im März 1981 den Abhang hinunter.

Steht man vor dem ehemaligen Eingang, welcher aus gehauenen Quadersteinen besteht, so sieht man unter Schutt vergraben noch große Teile des überdimensionalen granitenen Rundbogens. Über diesem, sollten sich einstmals drei Wappendarstellungen befunden haben (Schlierbach – Hagenau – Zelking?). Das heute noch aufrecht stehende Mauerwerk besteht größtenteils aus Steinen (in verschiedenen Verarbeitungsweisen), aber auch teilweise aus Ziegeln und wurde vom 12. Jh. an erbaut und bis in das 17. Jh. erweitert. Anhand des Kaminschlotes, erkennt man heute noch die Einteilung von sechs Stockwerken! Als man die wenigen, aber sehr großen Bäume im Inneren entfernte, nahm das Gebüsch überhand und dieses zerstörte dadurch viel schneller dieses Mauer-werk. Das unbequeme Leben in solchen kahlen und schwer heizbaren Räumen sowie die „Dachsteuer“ führten zum Untergang dieser einstigen Stammburg der Herren von Zelking.

Als mit Ludwig Wilhelm von Zelking, dieses über 500 Jahre bestehende, einstmals freie, später in die Ministerialität sich begebende, zum „Apostelgeschlecht“ zählende Geschlecht erlosch, sollte seine Schwester Susanna Regina noch bis 1644 die Räumlichkeiten bewohnt haben.

Ein Verwalter, welche die späteren Besitzer (diese sollten sich wegen einer Seuchengefahr längere Zeit entfernt aufgehalten haben) einsetzten, ließ das Gebäude verfallen und es wurde nicht mehr aufgebaut. Man wohnte von da an im benachbarten Schloss Matzleinsdorf. Ob und wann es zu einer Sanierung dieser in Privatbesitz befindlicher Ruine kommt, steht in den Sternen. Sie ist jedenfalls Zeugnis einer großen Vergangenheit.

Durch das Tor betritt man den stark ansteigenden Innenhof. Hier lassen sich die einzelnen Bauphasen gut erkennen.

Die untersten fast 3 Meter dicken Mauern stammen aus dem Hochmittelalter, darüber folgen die etwas dünneren Mauern aus dem Spätmittelalter und schließlich die da und dort eingebauten und mit Ziegeln aufgesetzten Mauern aus der Neuzeit.

Die Burg wurde in der Renaissancezeit so stark überbaut und ausgebaut, dass die ursprünglichen Festungsteile mehr oder weniger im schlossartigen Wohnteil verschwanden.

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