Geopfad
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Wer mehr über die Geologie des Badener Untergrunds erfahren möchte, ist auf diesem Pfad genau richtig.
Wo man geht und steht, bewegt man sich in Baden auf Jahrmillionen alten Gesteinsschichten. Wie sie...
Wer mehr über die Geologie des Badener Untergrunds erfahren möchte, ist auf diesem Pfad genau richtig.
Wo man geht und steht, bewegt man sich in Baden auf Jahrmillionen alten Gesteinsschichten. Wie sie sich über die Zeit verändert haben, welchen Einfluss die Limmat hatte und ob es vor Baden tatsächlich mal einen See gab, erklärt der Geopfad. Mit Orientierungstafeln am ChruÌzliberg, am Hundsbuck, auf Schloss Stein, auf dem MartinsbergkaÌnzeli, am LaÌgernkopf, in der unteren Altstadt und im BaÌderquartier werden erdgeschichtlich interessante Punkte markiert. Fun Fact: Das Kopfsteinpflaster der Kronengasse besteht aus FlussgeroÌll, welche vermutlich aus dem Limmatbett gefischt wurde. Darin sind zahlreiche Gesteine aus den noÌrdlichen Alpen und Voralpen vertreten. Darunter befinden sich auch einzelne seltene Exemplare, welche in den Alpen nur in einem relativ kleinen Gebiet vorkommen. Ein bisschen Alpgestein liegt also auch in Baden...

Die Umgebung von Baden ist erdgeschichtlich ausserordentlich interessant. Wenn wir auf’s Schloss Stein aufsteigen, befinden wir uns gesteinsmässig im Jura. Bis vor rund 150 Millionen Jahren war unsere Landschaft vom Jurameer bedeckt. Fossilien, beispielsweise in den „Badener Schichten", geben uns Auskünfte über die Tierwelt zu jener Zeit. Die Felsen auf Schloss Stein setzen sich östlich der Limmat in der Lägern fort – der Berggrat bildet den letzten und östlichsten Ausläufer des Faltenjuras. Die Auffaltung dieses Gebirges begann durch Schub von Süden vor etwa 9 Millionen Jahren, in unserer Gegend betrug der Zusammenschub etwa 1,5 km. Wenn nord- und südwärts über den Juraausläufer hinausblicken dann bilden weiche Hügel die Hauptelemente der Landschaft. Gesteinsmässig handelt es sich um Sandstein und Mergel, um Molasse: Wir befinden uns im Mittelland ! Baden befindet sich demnach an der Nahtstelle zwischen Faltenjura und Mittelland. Die Limmat hat sich während der Eiszeiten durch die Lägern durchgearbeitet und Baden zu einer Klus verholfen, mit dem Engnis Lägernkopf-Altstadt am Kluseingang und dem Engnis Martinsberg-Geissberg am Klusausgang. Dem Umstand, dass die Limmat im Innern der Klus die wasserführenden Schichten angeschnitten hat, verdanken wir die heissen Quellen. Das Bahnhofareal, das Industriequartier und ein Grossteil der Stadt liegen auf einer Schotterterrasse, die auf die Eiszeiten zurückgeht. Die Gletschervorstösse haben im Verlaufe der letzten zwei Millionen Jahre unsere Täler eingetieft und mit Schottern und Moränen aufgefüllt. Die älteren Ablagerungen bezeichnet man als Deckenschotter (zum Beispiel beim TüfelsChäller), die jüngsten als Niederterrassenschotter (Terrasse von Baden). Mit diesem kleinen geologischen Stadtführer und vor allem mit den Orientierungstafeln am Chrüzliberg, am Hundsbuck, auf Schloss Stein, auf dem Martinsbergkänzeli, am Lägernkopf, in der unteren Altstadt und im Bäderquartier wollen wir auf ein paar erdgeschichtlich interessante Punkte hinweisen. Der/die an der Geschichte unserer Landschaft Interessierte soll erleben, dass unsere Landschaft vielgestaltig ist und dass es in Baden Felspartien gibt, die einerseits rund 230 Mio Jahre zurückreichen und anderseits nur ein paar Tausend Jahre alt sind.
Ja
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Lange Hosen und Ärmel empfohlen auf Grund Zeckengefahr.
Baden ist mit Zug oder Bus jederzeit bestens erreichbar.
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