Rundwanderweg - GeoPfad Hasenthal
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Vor fast 450 Millionen Jahren lag die Region weitab der heutigen Lage auf der Südhalbkügel (etwa 30 Grad südlicher Breite). Als Geheimtipp erfahren Sie viel unerwartetes über eine fast vergessenen Bergbau-...
Vor fast 450 Millionen Jahren lag die Region weitab der heutigen Lage auf der Südhalbkügel (etwa 30 Grad südlicher Breite). Als Geheimtipp erfahren Sie viel unerwartetes über eine fast vergessenen Bergbau- und Hüttengeschichte, die weit über 500 Jahre zurückreicht.
Neben den ersten Anfängen der Eisenindustrie (Abbau und Verhüttung) folgten aufgrund der Nähe zum Rennsteig und der sehr bedeutenden Handelsstraße Nürnberg - Leipzig die Gründung einer Saigerhütte in Hasenthal. Die waldreiche Gegend des Thüringisch-Fänkischen Schiefergebirges sowie die Lage an der Handelsstraße, der wasserreichen Oelse sowie der nahezu unendlichen Urwälder (Holzkohle) boten sich diesbezüglich an. Neben Eisenerzabbau, der Ocker- und Kalkgewinnung dienten die lokalen ordovizischen Phycodenquarzite dem Hausbau. Bedeutung von Weltruhm erlangte die Region zwischen Steinach - Hasenthal - Spechtsbrunn (nördlich der Steinacher Flexur bis zum Rennsteig) aufgrund der besonderen Lagerung der dort vorhanden ordovizischen Schiefer, den Griffelschiefern. Insgesamt gab es entlang des GeoPfades drei große Griffelschieferbrüche die zu 2 staatlichen Großhütten (Langebach und Brand) mit sehr schönen aufgeschlossenen Griffelschieferbrüchen zusammengefasst wurden und heute noch als Geotope (!) existieren. Nur den Griffelschieferbruch beim Brand können Sie entlang des Geopfades von weitem (Rennsteig) besichtigen. Zahlreiche Rastmöglichkeiten laden zum verweilen und zur Rast (Geheimtipp weitab der Zivilisation).
Neben den geologischen, bergmannischen und hüttentechnischen HIntergründen wandern Sie entlang bedeutender Flurnamen und -orte sowie einem Teilstück des legendären Rennsteigs entlang, der hier noch bis 1989 im Grenzsperrgebiet der DDR unzugänglich war. An einigen markanten Stellen haben Sie sehr schöne Fernsich- und Einsichtstandorte aus und in die Region (z. B. Frankenwaldblick mit Blick bis zum Fichtelgebirge [nur bei gutem Wetter!]) und grandiose Kerbtalblicke. Zirka 2,5 km wandern Sie entlang eines kleines Steiges vom Brand nach Hasenthal, der vermutlich in früherer Zeit von den Griffelarbeitern der Großhütte Brand genutzt wurde.

Hasenthal (Dorfgemeinschaftshaus) - Hasenthal (Straße der Jugend) - Langebachtal - Richtstatt - Laubeshütte (Rennsteig) - Triniuskreuzung (Rennsteig) - Brand (Rennsteig) - Hasenthal (Saalfelder Straße) - Hasenthal (Dorfgemeinschaftshaus)
Ja
Festes Schuhwerk
Regen- bzw. wetterangepasste Bekleidung
Erste-Hilfe-Set
GPS - Navi - Gerät oder Smartphone
Getränke
Zwischen dem Start- / Zielpunkt und der Straße der Jugend bzw. dem Denkmal der Gefallenen nutzen Sie die Hauptstraße. Da dort kein durchgängiger Fußweg vorhanden ist, bitte Straßenverkehr beachten!
Entlang des Geopfades existieren mehrere Rettungspunkte (u. a. Brand, Richtstatt, Hasenthal - Denkmal). Bitte achten Sie stets auf einen sicheren Tritt und verlassen Sie nicht den ausgeschilderten GeoPfad.
Bitte nicht die ehemaligen Schieferbrüche entlang des Geopfades betreten!
Zwischen Oktober und April kann der GeoPfad aufgrund von Schneefall (Höhenlage bis zu 800 m) nicht begangen werden. Bitte nutzen Sie die regionalen Winterwanderwege bei Spechtsbrunn!
Von der A 73 kommend (Anschlussstelle 8 Neustadt bei Coburg) fahren Sie zirka 13,3 km entlang der B 4 in Richtung Neustadt bei Coburg / Sonneberg / Neuhaus-Schierschnitz bis zur Einmündung der B 4 in die B 89.
Die Ortsumfahrung (B 89) von Sonneberg nutzend, fahren Sie zirka 4,7 km in Richtung Kronach bis zum ersten Kreisverkehr im Stadtgebiet von Sonneberg. Hier fahren Sie nicht der B 89 nach Kronach folgend weiter, sondern folgen zirka 1 km der Landesstraße in Richtung Neuhaus am Rennweg / Spechtsbrunn bis zum nächsten Kreisverkehr.
Ab hier fahren Sie die Landesstraße zirka 5,5 km in Richtung Norden ins Thüringisch-Fränkische Mittelgebirge hinein in Richtung Neuhaus am Rennweg / Spechtsbrunn um den Sonneberger Ortsteil Blechhammer zu erreichen. In Blechhammer selbst teilt sich die Landesstraße geradeaus in Richtung Neuhaus am Rennweg und rechterhand in Richtung Spechtsbrunn / Gräfenthal. Sie folgen der der Landesstraße in Richtung Spechtsbrunn zirka 9,4 km bis zum Sonneberger Ortsteil Hasenthal.
Im Zentrum von Hasenthal (Straßenkreuzung) halten Sie sich linkerhand der einmündenden Hauptstraße in Richtung Steinach und nach 100 m haben Sie den Parkplatz gegenüber dem Dorfgemeinschaftshaus erreicht (Start- und Ziel des GeoPfades).
Haltestelle Blechhammer (Süd-Thüringen-Bahn) via Regionalbuslinie 706 (Sonneberg - Blechhammer - Hasenthal - Spechtsbrunn): Bushaltestelle Hasenthal Ortsmitte (zirka 100 m entfernt vom Stadt- und Zielpunkt des GeoPfades
Parkmöglichkeit gegenüber dem Dorfgemeinschaftshaus (voraussichtlich am 10/2024)
Der GeoPfad Hasenthal liegt im Nationalen Geopark Schieferlandund an der Thüringisch-Fränkischen Schieferstraße.
Die Bergbau- und Hüttengeschichte der Region um Hasenthal sowie das Zeitalter des Ordoviziums werden Sie entlang des Geopfades kennenlernen. Daneben wandern Sie entlang eines Teilstückes des legendären Rennsteigs mit wunderschönen Aussichtspunkten zum Frankenwald und bei gutem Wetter bis zum Fichtelgebirge.
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