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vor 2 Jahren

Überteuert, unverschämt und schlechte Pisten

Überteuert! Unverschämt geradezu!
War heute 28.12,23 für 3 Std Skifahren. Erst kein Parkplatz mehr zu bekommen, dann Tiefgarage an der neuen Bahn , welche bei über drei Stunden ein Tagesticket für 20€ abruft !! Pisten völlig miserabel , Eis überall ! Am Ende 80€ für drei Stunden Skifahren, das ist völlig daneben für ein popliges Skigebiet mit nur acht offenen Liften !

gr
vor 2 Jahren @Andrea Weber 4

Sehr geehrte Frau Weber,

danke für den Besuch unseres Skigebietes, es tut uns leid, dass wir Ihre Erwartungen nicht erfüllen konnten. Eigentlich hatten wir an diesem Tag schon einmal gute Grundvoraussetzungen mit „Kaiserwetter“ wie wir in der morgendlichen Ski-Info kommuniziert haben. Wir dürfen nachstehend zu den einzelnen Punkten Stellung beziehen und einleitend korrigieren, dass auf der Skischaukel Großarltal-Dorfgastein an diesem Tag schon alle Seilbahn- und Liftanlagen – ausgenommen zwei Parallelanlagen in Großarl – in Betrieb waren. Ihre Betrachtung hat sich hier nur auf die Großarler Seite fokussiert. Gerade jetzt durch die millionenschwere Errichtung unserer neuen 10er Kabinenbahn Kieserlbahn haben sich unsere pistentechnischen Abstände jedoch auch markant verringert und aus Skischaukelsicht hat uns diese Anlage zusammenwachsen lassen, wir sind eigentlich Eins.

Zum Thema Parkplatzüberfüllung und folgliche Tiefgaragennutzung: Infolge der Nichtverfügbarkeit einer unmittelbar an unserem Parkplatz anschließenden temporären Parkmöglichkeit an Ihrem Skitag war der zentrale Bergbahnenparkplatz tatsächlich von 11.00 Uhr bis 11.30 Uhr ausgefüllt. Wir sind aber auf diese allfällige Situation eingestellt und dürfen bei einer im Bereich der Umfahrungsstraße gelegenen Firma sowie dem ebenfalls dort situierten Gemeindeschwimmbad weitere Parkplätze nutzen. Fußläufig sind unsere Talstationen hier dann allerdings schon etwas schwieriger infolge verlängerter Wegstrecke sowie auch durch Berührungspunkte mit der verkehrsintensiven Umfahrungsstraße zu erreichen; um dem zu begegnen sind daher auch diese „Notparkplätze“ an unser Skibussystem „Ortslinie 1“ angebunden. Sie haben sich offensichtlich für die Nutzung der nun aufgrund der neuen Kieserlbahn unmittelbar an dieser Talstation neu geschaffenen Tiefgarage (Hinweis für die Leser: nur begrenzte Plätze verfügbar) entschlossen, und daher auch eine entsprechende Gebühr entrichten müssen. Unser Tarifsystem bei der Tiefgarage beginnt - abgesehen von einer freien halben Stunde - bei EUR 2,00 für die Nutzung von 1 Stunde und „endet“ bei EUR 20,00 bei der über 4-Stunden hinausgehenden Fahrzeugabstellung (= Tageskartenpreis). Dass diese Tiefgarage bewirtschaftet sein muss nehmen wir an ist für alle einleuchtend und ob EUR 20,00 für die Tageskarte teuer ist oder nicht ist zu einem Teil auch subjektives Empfinden. Wenn wir die Investitionskosten für die Tiefgarage in die Betrachtung einbeziehen – und das ist eigentlich Verpflichtung eines privaten Wirtschaftsunternehmens – dann ist das ein durchaus gut vertretbarer Preis. Wir wollen Ihnen nicht zu Nahe treten würden aber doch zu denken geben, ob es absolute Notwendigkeit war die Tiefgarage zu nutzen, oder es nicht freie Entscheidung war die natürlich ihren Reiz hat, weil es die Fußwege zur Seilbahn komplett erspart.

Im Hinblick auf die Pistenqualität war bis Mittag eine Topqualität zu verzeichnen. Die an diesem Tag vorherrschenden deutlichen Plusgrade wirkten jedoch ab der Mittagszeit auch auf die Deckenfestigkeit der Piste ein. Ja, und an viel befahrenen Stellen entstand somit auch eine leichte Haufenbildung und vereinzelt kamen am Nachmittag auch sehr harte Stellen – die sie als eisig bezeichnen – hervor. Wenn das auch so ist, hängt das weniger an unserem Können oder an unserem Wollen sondern an den physikalischen Grundgesetzen der Natur. Dem sind alle Seilbahngesellschaften unterworfen und möglicherweise hatten an Ihrem Skitag auch andere Skiregionen trotz aller Bemühungen am Nachmittag ähnliche Pistenzustände. Bei einem Freiluftsport haben Temperatur- und Wettereinflüsse gerne die Oberhand. Sie empfanden den Preis der 3-Stundenkarte in Anbetracht vorhin angeführter Umstände als überhöht; es wäre etwas schwierig, den Pistenzustand in die tägliche Tarifgestaltung einfließen zu lassen, würden im Umkehrschluss an perfekten Skitagen - Wirtschaftlichkeitsprinzipien folgend - die Preise wahrscheinlich in die Gegenrichtung korrigiert werden.

Sehr geehrte Frau Weber, tut uns leid, dass Ihr Skitag als Negativ-Summenerlebnis geendet hat. Wir hoffen, dass wir unsere Position aber auch für Sie halbwegs nachvollziehbar darstellen konnten und ersuchen um Gelegenheit diese Diskussion auch auf einer persönlichen Gesprächsebene fortsetzen zu können. Abschließend wünschen wir Ihnen noch ein gutes Neues Jahr.

Freundliche Grüße aus dem Großarltal.

Josef Gruber



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vor 2 Jahren @grossarl

Vielen Dank für Ihre sehr ausführliche Erläuterung.
Leider habe ich hierbei das Empfinden, dass Sie sich Ihr Angebot "schönreden". Es war diese Saison bereits mein 12 Skitag! Ich bin in sehr vielen Skigebieten unterwegs, daher habe ich ein breites Erfahrungsspektrum. Sie verkennen meiner Ansicht nach, dass Sie ein sehr kleines Skigebiet sind, mit einem sehr begrenzten Angebot. Das sie diesen Invest der neuen Bahn getätigt haben, mag an Sinnhaftigkeit fraglich bleiben. Wenn sie den Anspruch haben ein Top Angebot zu liefern, sollten sie sich mit anderen Skigebieten vergleichen. M.E. sind ihre Preise überteuert und entsprechen nicht dem Pistenangebot. Ihr Angebot abseits der Hauptstrasse zu parken und mit Skistiefeln und Skiern durch den halben Ort zu laufen halte ich für nicht akzeptabel. Evtl. wäre ein Busshuttle eine Lösung. Nach vier Stunden Parkzeit einen Tagespreis von 20 Euro zu verlangen, ist Ihrer Meinung nach vertretbar, da die Kosten des Neubaus gedeckt werden müssen. Okay, was soll ich dazu sagen. Nichts!

vor 2 Jahren @Andrea Weber 4

Absolut lächerlich, 20€ für eine Tageskarte in einem Skigebiet mitten im Nirgendwo zu zahlen. Nichtmal in Innsbruck oder München zahlt man für einen Parkplatz so viel. Die Tageskarte hat sich auch in den letzten 4 Jahren um fast 50% erhöht. So krass war die Inflation dann auch nicht. So zum Vergleich, ihr habt 80 Pistenkilometer. Skiarlberg über 300 und ist nur 2,5€ teurer als ihr bei der Tageskarte.

uk
vor 2 Jahren @Dario Reis - Lebe nach deiner Vorstellung

Man muss verstehen, das in Großarl der Luxus einzieht. Darauf wird auch die komplette Hottelerie ausgelegt. Das merkt man die letzten Jahre doch deutlich und wird auch demonstriert wie z.B. durch Helikopterflüge nach Venedig zum Kaffee trinken (Moar Gut Resort). Zu den 80 Pistenkilometern und den Preisen muss man ganz klar differenzieren. Es ist ein Trugschluss das ein kleineres Skigebiet wie Großarl geringere Kosten hat als ein Ski Gebiet von mit 300km. Mehr Leute mehr Einnahmen, weniger Leute weniger Einnahmen. D.h. es ist durchaus Möglich das ein größeres Skigebiet sogar geringere Kosten haben kann. So läuft es ja in der Industrie auch: je größer und mehr desto günstiger. Außerdem muss man durchaus erwähnen, das die Verteilung im Ski Gebiet extrem gut ist. Lange Wartezeiten sind auch bei hohen Beförderungstagen (5000-6000 Leute) pro Tag nicht gegeben. Zumindest nicht mehr als in größeren Skigebieten. Da hab ich schon einiges erlebt bei den größeren Gebieten, wenn an einem Lift z.B. zwei Gebiete an einem Transferlift zusammen kommen. Da steht man schon auch mal mehr als nur 15 Minuten. Alles in allem kann man die gewissen Punkte (Luxusunterkünfte, Nachhaltigkeite, etc) diskutieren auch über Preise der Liftpässe generell, sollte aber anerkennen das jeder Wintersportler am Ende selbst entscheidet wo er hin geht und was er bereit ist zu zahlen.

vor 2 Jahren @uko1993

Das stimmt alles, dennoch erwartet jeder Gast mit steigenden Preisen auch einen gewissen Service oder Angebot. Wenn das nicht geboten wird, fühlen sich die Gäste über den Tisch gezogen und das kann nicht das Ziel sein von einem Skigebiet. Wie will man dieses Mehr an Service bieten, wenn alle Anlagen modern sind, die Pisten morgens gut präpariert sind und die Pistenrettung ihren Job macht? Mehr braucht man für diesen Sport nicht. Letztendlich fährt man im Kalten auf zwei Brettern den Berg runter, um ein Gefühl des Gleitens zu bekommen. Das muss man selber machen, um diesen Spaß zu erleben. Das kann keiner für einen machen durch besseren Service.

CL
vor 2 Jahren @grossarl

Leider muss ich mich dem Tenor der Verfasserin des ersten Beitrags anschließen. Ein hoher Preis kann nur durch entsprechenden Service gerechtfertigt werden.

Die Parkplatzsituation im Großarl Tal hat sich in den letzten Jahren (ich kann mittlerweile auch deutlich mehr als 15 Jahre überblicken) wenig gebessert, im Gegenteil. Begonnen hat die Einschränkung der Parkplätze mit der plötzlich eingeführten gebührenpflichtigen Nutzung der Parkplätze im Bereich der Bergstation an der Fischbacherwiese. Hiermit war ein direkter Einstieg ins Skigebiet abseits des Hauptparkplatzes nicht mehr sinnhaft.
Ein großer Nachteil des Hauptparkplatzes im Großarl Tal ist meines Erachtens nach, dass selbst bei frühzeitiger Anreise und Erhalt eines vorderen Parkplatzes mehrere hundert Meter Fußweg bis zur Talstation der 6-er Gondel zurückzulegen sind. Dies kenne ich im Ski amade Verbund so nicht. Dies führt neben vielen anderen Negativpunkten zwangsläufig zu einer massiv erhöhten Abnutzung der Skischuhe (durch Split und Teer), was sich vor allem bei hochklassigen Modellen auf Haltbarkeit und Performance kurz- bis mittelfristig auswirkt.
Hier besteht im Hinblick auf "Service" deutlicher Nachholbedarf. Ein Ausweichparkplatz bei Überfüllung ist zwar akzeptabel und zeugt von einem Alternativkonzept, dies als Alternative zum gewählten Parkplatz der Verfasserin darzustellen entbehrt aufgrund der Lage jedoch m.E.n. jeder Vergleichsgrundlage.

Bei Tagesticket-Preisen von mittlerweile deutlich über 70€ sollte ein kostenfreier und gut angebundener Parkplatz inbegriffen sein.
Kosten für einen Bau von Tiefgarage/ neuen Liftanlagen sollten in der Kalkulation an anderer Stelle berücksichtigt/ eingeplant werden.

Bezüglich der Pistenqualität muss ich sagen, dass das Großarl Tal in der Vergangenheit in der Regel immer mit einer Top-Qualität punkten konnte.
Dies stimmt nach wie vor!

Kritikpunkten jedoch von Beginn der Argumentation an mit Verweis auf Witterungsbedingungen ohne Kenntnis der Expertise des jeweiligen Verfassers zu begegnen scheint ein sehr simpler Weg 😉

Zuletzt bleibt noch die Frage, warum in der Saison 23/24 trotz ausreichender Schneelage und Besucherandrang die Sonnenbahn dauerhaft geschlossen bleibt?

Grüße nach Großarl

gr
vor 2 Jahren @CL

Hallo liebe(r) Nutzer(in) „CL“,

vielen Dank für Ihren Beitrag und Ihr Feedback zum Skigebiet Großarl Tal/Ski amadé, besonders freuen wir uns über das Lob was unsere Pistenqualität betrifft.

Wir nehmen Ihre Anmerkungen ernst und möchten gerne auf Ihre Punkte eingehen. Einiges davon haben wir als Antwort zum ersten Eintrag von Frau „Andrea Weber 4“ in dieser Diskussionsrunde schon thematisiert und werden auf eine Wiederholung daher verzichten.
Ungeachtet dessen möchten wir noch einmal betonen, dass bei uns im Großarltal kostenfreie Parkplätze in ausreichender Zahl vorhanden sind und im seltenen Überfüllungsfall Ersatzparkplätze – leicht abseits - zur Verfügung stehen. Um einen etwas ausgedehnteren Fußweg zu ersparen sind diese auch an den Skibusverkehr bzw. an einen eigenen Shuttledienst angebunden.

Ihre Argumentation bezüglich der allgemeinen Parkplatzsituation können wir leider nur eingeschränkt teilen. Die Gehstrecke von einem vorderen Parkplatz zur Kieserlbahn (150 m ohne nennenswerte Steigung) oder zur Panoramabahn (190 m „bretteleben“) halten wir für eine noch gut zumutbare Gehstrecke. Natürlich hätten wir den Parkplatz auch gerne im unmittelbaren Anschluss an die Talstation, was aber durch unsere zwei im horizontalen Abstand von 400 m situierten Talstationen auch 2 Parkplätze bedingen würde. Abgesehen davon, dass die örtlichen Gegebenheiten dies zumindest bei der Kieserlbahn gar nicht zulassen würden (Bahn steht im Siedlungsgebiet in einer Hanglage ohne nennenswerte halbwegs ebene Freifläche). Unsere Parkplatzsituation in der ungefähren Mitte zu beiden Talstationen bringt auch den Vorteil der Übersichtlichkeit in der Bewirtschaftung und erhöhten Effizienz, etwa im Mitarbeitereinsatz oder der sparsameren Grundnutzung durch die Möglichkeit nur einer Zufahrt. Diese Situation macht uns nicht unglücklich. Das Thema erhöhter Abnutzung der Skischuhe durch unsere Parkplatzsituation wurde bisher noch nie an uns herangetragen und wir hegen auch leichte Zweifel an der ausreichenden Substanz dieses Arguments.

Bezüglich des Parkplatzes Fischbacherwiese war die Einführung von Parkgebühren insbesondere aus dem Regulierungsgedanken notwendig, da uns diese Plätze durch andere Nutzer nicht selten bereits beim täglichen Betriebsbeginn nicht mehr zur Verfügung standen (Dauerparker, Tourengeher etc.). So sind sie nun für die Gäste unseres Seilbahnunternehmens wieder verfügbar; die geringe Parkgebühr ist in Anbetracht der Tatsache, dass das umfassende neugestaltete Angebot der Fischbacherwiese für alle gratis nutzbar ist, sehr gut argumentierbar.

Ihre Überlegungen zur Sonnenbahn haben ihre Berechtigung, aber wie immer gibt es auch hier zwei Seiten. Die dauerhafte Einstellung ist bei uns im Unternehmen durchaus ein Thema, die dafür zuständigen Gremien werden dazu eine wohlüberlegte Entscheidung treffen. Die Nichtinbetriebnahme in der gerade laufenden Wintersaison hat mehrere Gründe. Neben einer aktuell etwas angespannten Mitarbeitersituation liegt es insbesondere an der in den letzten Jahren nachlassenden Frequenz (durch mehrere Anlagen auf ähnlicher Trasse) und an der Möglichkeit der Parallelnutzung der 6er Sesselbahn Kreuzkogel (mit angeschnallten Skiern); pistentechnisch ist diese mit selber Leichtigkeit zu erreichen wie die Sonnenbahn. Das ermöglicht es uns, die Ressourcen effizienter zu nutzen. Mit der neuen Kieserlbahn wurde gleichzeitig das gesamte Gebiet entlastet und unser Gedanke damit eine optimale Verteilung der Gäste zu erreichen bewahrheitet sich auch in der Praxis. An der 6er Sesselbahn Kreuzkogel liegen die Wartezeiten auch in der Hauptsaisonspitze unter 10 Minuten. Die Errichtung der Kieserlbahn hat unser Skigebiet sehr positiv beeinflusst und die Gesamtqualität des Skierlebnisses in vielerlei Hinsicht verbessert.

So viel zu Ihren Ausführungen, wir hoffen dass uns die Darstellung unserer Position in verständlicher Weise gelungen ist.

Freundliche Grüße aus dem Großarltal.

Wolfgang Hofer
Geschäftsführer

GROSSARLER BERGBAHNEN
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Unterbergstraße 48, A-5611 Großarl
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vor 1 Jahr @Andrea Weber 4

Hab grade mal geschaut, was unser Skipaß für übernächste Woche kostet. 380 Euro für 6 Tage. Ihr könnt natürlich immer weiter an der Preisschraube drehen, aber bei uns ist dieses Mal, nach 7 Jahren, definitiv das letzte Mal in Großarl. 😔.

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