Stol 1673 m: Aussichtsgipfel zwischen Soča und Nadiža
Schwierigkeitsgrad: F
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Der Stol ist der höchste Gipfel der slowenischen Voralpen in den Julischen Alpen. Im Norden grenzt er an tiefe Täler des Učja- und Soča-Flusses, im Süden an das Nadiža-Tal. Er ist genau richtig vom Kanin-Massiv...
Als Skitourenziel ist er sehr geeignet, vor allem bei gefährlichen Lawinenbedingungen in den hohen Bergen. Natürlich gibt es auch Lawinengefährdete Bereiche, aber die beschriebene Route führt durch relativ sichere Zonen. Die Route ist sehr einfach zu orientieren – von Anfang an folgt man einer Forststraße bis zur Božca-Hütte und dann dem markanten Hauptgrat.Die Tour ist auch in Bezug auf den Zugang bequem, da man die Ski in der Nähe des Autos anziehen kann—bei guten Bedingungen schon im Tal; bei höherer Schneedecke fährt man die Forststraße hoch bis zum Schnee.
Das Tourengehen auf dem Stol ist technisch nicht anspruchsvoll, daher auch für Anfänger geeignet. Es erfordert jedoch eine gute körperliche Verfassung, besonders wenn der Schnee bis ins Tal reicht. Dann summiert sich die Strecke auf mehr als 18 km Auf- und Abfahrt, was den Stol zu einer der längsten Skitouren in den Julischen Alpen macht.









Die Straße steigt stetig durch den Wald auf den breiten Nordhängen des Stols. Unterhalb des Veliki Hum (1109 m) schneidet sie mit einer langen Serpentine in den anliegenden Grat, kehrt dann aber zu den steileren Flanken des Stols zurück. Weiter im Wald steigen wir moderat zum kleinen Jägerhaus bei Stari Hrami an, wo die Straße kurz flacher wird und sich die Aussicht öffnet. Das Jägerhaus liegt etwa 6 km vom Ausgangspunkt im Tal entfernt.
Vom Jägerhaus gehen wir noch etwa anderthalb Kilometer weiter—zuerst über eine offene Alm mit Blick auf Krn und die Kanin-Gipfel, dann durch den Wald bis zur Planina Božca (1370 m). Die Alm liegt knapp über der Baumgrenze und unterhalb des Hauptgrats des Stols.
Am Pass verlassen wir die Straße und wenden uns zum Gipfel; dabei suchen wir stets die besten Übergänge auf der Nordseite des Grats. Auf der Südseite fallen sehr steile Grashänge in die Breginjski Kot, die Nordseite ist hingegen flacher und leichter zu überschreiten. Wir folgen dem Grat bis zum Ende. Kurz vor dem Gipfelschädel wartet noch eine Umgehung auf der Südseite bis zum markanten Telekommunikationsturm (1673 m), der schon von weitem sichtbar ist.
Zurück fahren wir auf dem Aufstiegsweg. Beim Übergang ist Vorsicht geboten, damit uns die tückischen Hänge unter dem Grat nicht zu tief hinabziehen.
Ja
Standard-Winterausrüstung: Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS), Sonde, Schaufel; Tourenski, Bindung, Schuhe, Helm; Hunde, Steigeisen; Eispickel.
Die beschriebene Skitour ist eine der sichersten in den Julischen Alpen, auch nach Neuschnee. Das Lawinenrisiko besteht vor allem beim Abstieg zur Nordseite.
Von der regionalen Straße durch das Soča-Tal in Žaga nach Italien abbiegen und 5,4 km bis zum ehemaligen Grenzübergang Učja fahren. Der Weg zum Stol beginnt kurz vor dem Grenzübergang.
Keine öffentlichen Verkehrsmittel.
Bei ausreichend Schnee bis ins Tal kann man am Straßenrand vor dem Grenzübergang parken. Bei höherer Schneedecke fährt man die Forststraße weiter hoch und parkt an geeigneter Stelle, wenn man den Schnee erreicht.
F
Diese Beschreibung zeigt die technisch und orientierungsmäßig einfachste Route vom Gipfel des Stols. Es gibt andere Möglichkeiten—direkt in die große Kante im Westen oder die Nordhänge durch den Wald. Nach den ersten offenen Gipfelhängen endet man im Wald, wo man den Weg nach unten zur erreichbaren Straße suchen muss. Bei guten Verhältnissen kann das Skifahren durch den Wald sehr angenehm sein, aber ohne Begleitung eines ortskundigen Führers, der die besten Wege kennt, wird es nicht empfohlen.
Mit einem robusten Auto kann man immer an die Schneefläche herankommen. Vom Tal aus startet man auf der Hauptstraße oder fährt die Forststraße hoch, bis man den Schnee erreicht.
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