N22 Birnbaumlackenweg
Schwierigkeitsgrad: T1
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Podersdorf am See – ein Ort direkt am Ostufer des Neusiedler Sees – besticht nicht nur durch den Leuchtturm mit romantischen Sonnenuntergängen, sondern auch durch eine einzigartige Landschaft rundherum....
Podersdorf am See – ein Ort direkt am Ostufer des Neusiedler Sees – besticht nicht nur durch den Leuchtturm mit romantischen Sonnenuntergängen, sondern auch durch eine einzigartige Landschaft rundherum. Die Wanderung führt Sie durch das Hintaus von Podersdorf mit typisch burgenländischen Tschardaken zum zweiten Wahrzeichen: der Windmühle. Außerhalb des Ortes wandern Sie zur tiefst gelegenen Quelle Österreichs, der Thomasquelle und vorbei an Weingärten und der Birnbaumlacke. Hier genießen Sie einen traumhaften Blick auf die Steppe.

Start der Wanderung ist am Strandplatz Podersdorf am See. Hier gibt es auch genügend Parkmöglichkeiten.
Vom Strandplatz aus führt Sie der Weg durch die Hintausgasse des Ortes, eine Besonderheit in Weinbaugebieten im Osten Österreichs. Das Besondere daran, diese Gassen haben meist keinen Straßennamen und sind sehr ruhig und wenig befahren.
In der Hintausgasse stoßen Sie auch auf die burgenländischen “Tschardaken” - schmale Holzhäuschen, die zur Lagerung von Kukuruz (Maiskolben) genutzt wurden, sie sind unschwer zu erkennen, da sie meist auch mit trockenen Maiskolben “dekoriert” werden - in deren Schatten lässt es sich gut rasten.
Die Wanderung führt Sie zu dem zweiten Wahrzeichen von Podersdorf am See - der Windmühle. Da es hier im Seewinkel keine Wasserläufe für den Betrieb von Wassermühlen gibt, war man schon immer auf die Kraft des Windes angewiesen. Aus diesem Grund wurden hier, wie im gesamten pannonischen Raum, Windmühlen gebaut. Ursprünglich gab es sieben Windmühlen im Seewinkel. Die einzige, heute noch vollständig erhaltene und durch ihre Restaurierung der Öffentlichkeit zugängliche Mühle befindet sich hier, in Podersdorf am See. Sie ist ca. 160 Jahre alt und steht seit ungefähr 60 Jahren unter Denkmalschutz.
Der Bio-Archehof zur Grube ist ein besonderes, optisches Gustostück. Ein wunderschönes, traditionelles Gebäude mit einem typisch pannonischen Strohdach und blauen Farbakzenten. Aber das Haus ist nicht nur von außen ein Schmuckstück - Dahinter verbirgt sich ein Bio-Bauernhof, wo bedrohte Tiere wie zum Beispiel Scheckenziegen, Zackelschafe oder Sulmtaler Hühner gezüchtet und eine seltene Pflanzenvielfalt bewahrt werden. Ein Bio Hofladen mit hofeigenen Produkten rundet das Ganze ab. Hier bekommen Sie vom Blütenhonig, Ziegenmilchmarmelade, Hirtenkäse, Fruchtaufstriche uvm.
Sie wandern durch eine weitere Hintausgasse, bevor Sie in die Weingärten gelangen.
Der Weg führt Sie aus dem Ort hinaus, über Feldwege vorbei an schön gepflegten Weingärten. Sie haben den weiten Horizont im Blick, während Sie durch die Vielfalt an bäuerlichen Flächen wandern: Mais, Gemüse, Hirse, uvm. werden hier angebaut. Der Weg ist immer wieder von schattenspendenden Bäumen und Hecken gesäumt.
Der Wanderweg führt zur Thomasquelle, einem besonderen Ort, denn es handelt sich hier um die wohl tiefst gelegenste Quelle Österreichs. Die Quelle speist den bekannten Thomasbrunnen, einen Brunnen, der schon seit Menschengedenken existiert. Niemand kann mehr genau sagen, wie er zu seinem Namen gekommen ist. Er ist Ausgangspunkt eines ursprünglich in den 1930er Jahren händisch gegrabenen Entwässerungssystems. Dieses Grabennetz entwässert die umgebenden Rieden, Wiesen und Äcker. Das Grundwasser und Oberflächenwasser, das aus diesen Rieden abgeleitet wird, fließt direkt in den Neusiedler See.
Am Thomasbrunnen lässt es sich im Schatten gut rasten und Sie können den Blick auf die weite Steppe genießen.
Inmitten der bewirtschafteten Ackerflächen und Weingärten ist die Birnbaumlacke ein Naturschutz-Kleinod, die einen wertvollen Lebensraum für Vögel, Kleintiere und Exoten wie die südrussische Tarantel bildet.
Einst waren diese Flächen rund um Podersdorf “Hutweiden”. Hirten und deren Hunde trieben hier jahrhundertelang von März bis September Viehherden von den Ortschaften auf die großen Weiden im Gemeinschaftsbesitz. Dann begann aber die Umstellung von der Viehzucht auf Acker-, Wein- und Gemüsebau und es wurde mit der Umwandlung der Hutweiden in Ackerland begonnen.
Der Weg führt Sie weiter zu einem schattigen Rastplatz "Jaga Rum", bevor Sie zur Grundlacke kommen, einem künstlich angelegten Fischteich.
Von hier aus führt Sie der asphaltierte Weg wieder schnurstracks ins Dorf, vorbei an der Gemeinde samt Infobüro, einem Gemüsestand, einigen Weingütern und Einkehrmöglichkeiten. Den Tag können Sie bei einer Weinverkostung, einer leckeren Brotzeit oder ganz romantisch beim Sonnenuntergang am Leuchtturm ausklingen lassen. Gemütlichkeit, Herzlichkeit und der See stehen in Podersdorf am See im Vordergrund.
Anreise mit der Bahn bis Neusiedl am See:
Der Neusiedler See ist mit der Bahn einfach & komfortabel erreichbar. Egal, ob Sie aus der Schweiz, Deutschland, dem Westen oder Süden Österreichs anreisen: Sie können ganz entspannt am Hauptbahnhof Wien umsteigen. Die Regionalzüge der ÖBB bringen Sie in nur knapp 40 Minuten zum Bahnhof Neusiedl am See, wo auch abgestimmte Bus- und Bahnverbindungen in Richtung Pamhagen / Fertöszentmiklos oder Eisenstadt bzw. Sopron angeboten werden. In den meisten Zügen ist die Fahrradmitnahme möglich: Im Railjet und im EC/IC sowie in den Nightjets ist eine Reservierung für Ihr Fahrrad unbedingt notwendig. In den Regionalzügen wird Ihr Fahrrad ohne Reservierung nach Verfügbarkeit der vorhandenen Fahrradstellplätze mitgenommen.
Fahrplanauskunft: ÖBB
Weiterfahrt mit dem Bus bis Podersdorf am See:
Fahrplanauskunft:VOR
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