Das denkmalgeschützte Kellerviertel von Heiligenbrunn beinhaltete 120 Weinkeller aus dem 17. und 18. Jahrhundert, wovon 50 noch mit Stroh gedeckt sind. Diese lehmbeworfenen Holzblockbauten sind mit Roggenstroh gedeckt und mit alten Weinpressen ausgestattet. Sie geben Zeugnis von den vorigen Jahrhunderten, von der Weinwirtschaft und könnten den Besuchern so manche Geschichte erzählen.
Das Heiligenbrunner Kellerviertel in Heiligenbrunn im Burgenland ist eine zwei Kilometer lange Kellergasse.
Das Kellerviertel beginnt an einer Straßenbiegung oberhalb der Ortes und nördlich längs des Stifterberges. Weinkeller und Speicher, im 18. und 19. Jahrhundert errichtet, stehen locker zwischen Obstbäumen. Die niedrigen Holzblockbauten zeigen lehmverschmierte weißgekalkte Wände unter gewalmten Satteldächer, teils mit Strohdeckung. Es gibt altertümlich verzapfte und verriegelte Eichentüren, teils mit Schnitzereien und Jahresbezeichnungen. Die Keller sind zumeist zweiräumig, vorne mit Holzbalkendecke, Sitzgruppe und Weinfässern, hinten mit offenem Dachstuhl und Weinpressen. Speicher sind kleiner, zumeist quadratisch, mit Zeltdach.
Seit dem Jahre 1963 wird umfassend an der Erhaltung des Kellerviertels gearbeitet, welches seit dem Jahre 1969 unter Landschaftsschutz steht